Ein stimmungsvoller Abschluss des Jubiläumsjahrs

Buchpräsentation und Konzert zum 100. Todestag von Guido Fürst von Donnersmarck

Drei Männer sitzen an einem Tisch vor Rollupfix Buchpräsentation 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Prof. Manfred Rasch, Dr. Ludger Claßen, Fürst von Donnersmarck (v.l.n.r.)

Am 100. Todestag des Stifters der Fürst Donnersmarck-Stiftung hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung am 19. Dezember 2016 zu einer Buchpräsentation in die Humboldt-Box sowie in Kooperation mit dem Berliner Dom zu einem Orgelkonzert eingeladen. Rund 70 Gäste verfolgten das Fachgespräch. Im nahezu ausverkauften Dom lauschten rund 1000 Besucher den Klängen der ebenfalls vom Gründerfürsten gestifteten Sauer-Orgel.

 
Mann vor Rollupfix spricht zu Publikum

Dr. Sebastian Weinert eröffnet die Veranstaltung für die Stiftung

Über die außergewöhnliche Persönlichkeit Guido von Donnersmarck (1830 – 1916) verfasste Prof. Manfred Rasch, Leiter des thyssenkrupp Konzernarchivs, eine Biografie, die 2016 im Klartext Verlag erschien. Der Verleger und langjährige Leiter des Klartext Verlags Dr. Ludger Claßen und der Autor stellten am 19. Dezember 2016 diese Biografie zusammen mit dem Ur-Enkel des Stiftungsgründers, dem Kuratoriumsvorsitzenden Guidotto Fürst von Donnersmarck, in der Humboldt-Box am Berliner Schloss vor.

 
Mehrere Personen sitzen in einem Saal bei Buchpräsentation 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Blick ins Publikum

 „Guido Henckel von Donnersmarck war bis zu seinem Lebensende innovativ." Prof. Manfred Rasch über den Stifter.


Der adelige Großunternehmer zählte durch innovative unternehmerische Entscheidungen zu einem der reichsten Einwohner Preußens, war ein enger Berater Otto von Bismarcks und freundschaftlich verbunden mit Kaiser Wilhelm II., der ihn 1901 in den erblichen Fürstenstand erhob.

 
Drei Männer sitzen an einem Tisch vor Rollupfix Buchpräsentation 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Das Gespräch zwischen dem Autor, dem Verleger und dem Urenkel des Stifters verlief in Teilen auch heiter (v.l.n.r.)

In dem Gespräch erfuhren die anwesenden Gäste Hintergründe und Unbekanntes über Guido von Donnersmarck, über sein Engagement für seine Mitarbeiter, seinen unermüdlichen und detailgetreuen Arbeitsstil sowie über seine vorurteilsfreie Grundhaltung, deren Geist die Stiftung bis heute prägt. 1916, inmitten des ersten Weltkrieges, führten seine Kriegsskepsis und die Rückkehr vieler schwerverwundeter Kriegsverletzter zu der Gründung eines Lazaretts in Frohnau, dem Grundstein für die Fürst Donnersmarck-Stiftung.  

 
Zwei Männer im Gespräch bei Buchpräsentation 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Geschäftsführer Wolfgang Schrödter im Gespräch mit Verleger Dr. Ludger Claßen beim anschließenden Empfang in der Humbodt-Box

Auch als Kunstmäzen und Kulturförderer hat sich Guido von Donnersmarck einen bis heute bleibenden Namen gemacht. So erfreut die berühmte Sauer-Orgel dank der Finanzierung des Fürsten die Besucher des Berliner Doms bis zum heutigen Tag. Der Berliner Dom wurde zwischen 1894 und 1905 errichtet. Er ist einer der zentralen Sakralbauten der Evangelischen Kirche Deutschlands. Die Orgel wurde zur gleichen Zeit wie der Berliner Dom gebaut und gehört damit Originalausstattung des Kirchengebäudes. Mit ihren 7269 Pfeifen und 113 Registern ist die größte spätromantische Orgel Deutschlands – ein echtes Meisterwerk!

 
Blick in den abendlichen beleuchteten Berliner Dom

Im Anschluss an die Buchpräsentation luden der Berliner Dom und die Fürst Donnersmarck-Stiftung ebenfalls am 19. Dezember 2016, dem 100. Todestag des Stifters, zu einem Orgelkonzert zum Gedenken Guido von Donnersmarcks. In seiner Ansprache vor Beginn des Konzerts dankte der Kuratoriumsvorsitzende Guidotto Fürst von Donnersmarck den Verantwortlichen des Berliner Doms für die Zusammenarbeit. Anlässlich ihres 100-jährigen Jubiläums habe die Fürst Donnersmarck-Stiftung eine ganze Reihe großartiger Veranstaltungen durchgeführt, von der das nun folgende Konzert in diesem außergewöhnlichen Ambiente „vielleicht die stimmungsvollste“ sei.

 
Fürst steht am Rednerpult bei der Eröffnung des Orgelkonzertes zum 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Fürst von Donnersmarck spricht kurz über den Stifter und seine Verbindung zum Berliner Dom

Anschließend führte Domorganist Prof. Andreas Sieling den Anwesenden die vielen Facetten einer Romantik-Orgel und weltweit seltenen Großorgel in ihrer gesamten, außergewöhnlichen Klangvielfalt vor. Das Programm mit Stücken unter anderem von Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn-Bartholdy, aber auch norwegischen Tänzen von Edward Grieg oder der Festmusik aus Richard Wagners „Meistersingern“ ließ die etwa einstündige Spieldauer wie im Flug vergehen. Und der Schlussapplaus des begeisterten Publikums bewies, dass dem Berliner Dom und der Fürst Donnersmarck-Stiftung ein ausnehmend stimmungsvoller Schlusspunkt ihres Jubiläumsjahrs geglückt ist.

 
Orgelkonzert Buchpräsentation 100. Todestag des Stifters 19.12.2019

Prof. Andreas Sieling nach dem Konzert an der Sauer-Orgel

Mit dem 19. Dezember 2016 beendete die Fürst Donnersmarck-Stiftung ihren Veranstaltungsreigen anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens. Nachberichte zu dem vielfältigen Jubiläumssjahr finden Sie unter aktuell.  

 

 

Mehr Infos

Prof. Andreas Sieling

Screenshot der Website organist.de mit Porträt von Prof. Andreas Sieling