Gebärdenlieder singen – eine Herausforderung für Mimik und Hände

5. Mai 2010

von Julienne Vautrin

Rund 25 Menschen stehen auf, die Gebärdendolmetscherin stimmt an und dann probieren wir eher hölzern und ungelenk in der Koordinationsgruppe Kirchentag barrierefrei! das Gebärdenlied, das auch auf den Gottesdiensten des ökumenischen Kirchentages gemeinsam gesungen werden soll.

Der Text nicht schwer, wenn man ihn spricht: Gott ist Hoffnung, Gott ist Zukunft, Gott ist Stärke, Gott ist hier, du bist nicht allein, ich bin nicht allein, Halleluja. Aber die Gebärden sind doch für fast alle von uns aus der Vorbereitungsgruppe eine echte Herausforderung. Da muss noch ganz schön geübt werden, damit die Menschen, deren Sprache aus Gebärden bestehen, vom 12. – 16. Mai in München auch wirklich händisch mit uns singen können.

Seit etwas über einem Jahr treffen sich Menschen aus der ganzen Republik, um ganz verschiedene Fragen zur Barrierefreiheit dieser Großveranstaltung zu bearbeiten: Wo gibt es Induktionsschleifen? Wie kann man als Menschen mit hohem Pflegebedarf auf dem Kirchentag in München teilnehmen? Welche Veranstaltung wird in Leichter Sprache durchgeführt? Wo kann man einfach mal ausruhen? Wie findet man einen Rollstuhlreparaturservice? Wer kann den Fahrdienst nutzen und so weiter?

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung engagiert sich auch in München 2010 für die Möglichkeit der Teilnahme von Menschen mit Behinderung auf dem Ökumenischen Fest des Glaubens. Falls Sie Lust haben, kommen Sie nach München. Die Informationen zur Barrierefreiheit finden Sie im Netz unter www.oekt.de/barrierefrei, Sie können sich dort auch anmelden. Übrigens, auf dieser Website erzählt ein Gebärdenvideo von der Barrierefreiheit auf dem ÖKT 2010. Und da kann man sehen, wie elegant diese Sprache aussieht, wenn man sie beherrscht. Unser Probegesang ist definitiv noch verbesserungsfähig.

Tschüß aus Berlin

Thomas Golka

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