Informationen zu barrierefreien Urlaubszielen

25. Juni 2010

von Julienne Vautrin

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer ist jetzt offiziell seit drei Tagen da, und nun zeigt sich auch der Himmel über Berlin in Urlaubsstimmung. Lassen Sie uns ein bisschen vom Reisen träumen. Raus aus dem Alltag und rein in einen schönen Urlaub!

Das Angebot an barrierefreien Unterkünften und Aktivitäten in Deutschland und im Ausland ist in den letzten Jahren gestiegen. Das berichtet der Deutsche Reiseverband in einer Pressemitteilung. Eine Recherche zum Thema ergibt eine große Anzahl von Treffern, von Wandernwegen bis Stränden, von Campingplätzen bis Hotels. Viele Touristikverbände und Länder bieten auch eine Broschüre zum Thema an. Auf der Webseite der NatKo, der nationalen Koordinationsstelle für Tourismus für Alle,  sind viele zu finden.  Schön, dass die Chancengleichheit in diesem Bereich voran schreitet! Das Problem ist, dass angesichts des Wettbewerbsdruckes der Begriff Barrierefreiheit manchmal leichtsinnig benutzt wird. Was Barrierefreier Tourimus wirklich bedeutet, wird auf nullbarriere.de gut zusammengefasst.

Ist alles, was als barrierefreier Tourismus verkauft wird, wirklich barrierefrei? Wo finde ich vertrauenswürdige Informationen zu barrierefreien Urlaubszielen? Ich kann zwar für unsere Angebote bürgen, aber es ist klar, dass ich die Frage nicht richtig durch eine Internetrecherche beantworten kann.

Verzeichnisse mit barrierefreien Urlaubszielen gibt es viele.  Meisten beruhen sie  auf Selbstauskünften der Anbieter. Sie können sich vorstellen, was es genau bedeutet. Deshalb würde ich ihren Inhalt wirklich differenzieren. Gute Informationen bieten meiner Einschätzung nach folgende Seiten:  Die AG Barrierefreie Reiseziele gibt auf der Webseite der Deutschen Zentrale für Tourismus verschiedene Tipps und präsentiert barrierefreie Reiseziele in verschiedenen Regionen Deutschlands. Informationen über Reisemöglichkeiten im Inland und Ausland finden Sie auf der Webseite von Seh-Netz e.V .  Im Ausland gibt es manchmal Gütesiegel, die auf einem Kriterienkatalog beruhen und von Verbänden kontrolliert werden, wie zum Beispiel in Frankreich das Signet “Tourisme et Handicap”.

Manchmal wird auch an Barrierefreiheit gedacht, aber irgendwie alles falsch gemacht. Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich vor einigen Wochen den Bericht von Erwin Popp gelesen habe! Und lieber erzähle ich Ihnen gar nicht von dem diskriminierenden Foto, das dort auch zu sehen ist.

Um keine böse Überraschungen zu erleben, denke ich, dass es immer noch das Beste ist, sich auf die Erfahrungen und Informationen der Anderen zu beziehen. Die “Mundpropaganda” im Web funktioniert eigentlich ganz gut. Schauen Sie mal auf Foren, die Threads zum Thema sind oft sehr gut besucht, wie hier bei MyHandicap. Da kann man eine Menge an Informationen sammeln und Fragen stellen.

Ich freue mich natürlich über Reiseberichte.

Gute Reise und einen schönen Urlaub wünscht

Julienne Vautrin

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