Archiv für Mai, 2012

Coole Diskos sind barriere- und alkoholfrei

15. Mai 2012

von sminoer

Kära läsare,

 

Letzten Freitag war ich in einer barrierefreien  Disko für Jugendliche. Zu Hause in Lund bin ich auch oft als persönliche Assistentin mit in barrierefreie Discos gegangen. Ich war neugierig, ob es irgendwelche Unterschiede gibt.  Aber nein! Die Ähnlichkeiten überwiegen: Die Stimmung ist genau so positiv und es wird genau so viel getanzt. Es macht einfach viel Spass und man fühlt sich wohl.

Genau wie in Lund finden die Diskos viel zu selten statt, ca. einmal im Monat.  Außerdem frage ich mich, warum die Diskos speziell nur für Menschen mit Behinderungen sind? Disco ist doch Disko? Oder? Warum machen wir diesen Unterschied zwischen Menschen? Und wie in Lund gibt es in Diskos für Jugendliche mit Behinderung keinen Alkohol zu trinken. Aber wie immer tröstet auch bei diesem Gedanken der Blick aus einer anderen Perspektive: Warum sollte man in Diskos Alkohol trinken wenn man auch ohne jede Menge Spass haben kann? Wer das nicht glaubt, sollte mal in barriere –und alkoholfreie Diskos gehen.

Hälsningar

Sofia Minör

Die Sache mit den Entfernungen

3. Mai 2012

von sminoer

Kära läsare!

Die Bewohner in WMI Pankow haben vorher in Fürst Donnersmarck Haus in Frohnau gewohnt. Nach einigen Wochen in Pankow hatte ich die Möglichkeit mein Praktikum in FDH in Frohnau weiter zu machen. Interessant, dachte ich. Dann könnte ich ein Einblick bekommen, wie die Bewohner früher gewohnt haben. Ich hoffte, dass ich ein deutlicheres Bild von Frohnau kriegen undso besser verstehen kann, was die Bewohner meinen, wenn sie über Frohnau reden. Was ist dann mein Bild von Frohnau? Ja, es liegt weit weg. Genau am Rande  Berlins. Für mich bedeutete das, jeden Tag so ungefähr drei Stunden mit der Bahn hin und her zu fahren. Nach Pankow dauert es  für mich nur eine Viertelstunde.

Ich habe einen Bewohner in Pankow gefragt was ihm am meisten am Umzug nach Pankow gefallen ist. Er antwortete, dass er in Pankow gut einkaufen gehen kann. In Frohnau hat er für Einkäufe längere Wege auf sich nehmen müssen.

Die Bewohner in FDH haben im Haus fast alles was man braucht. Da gibt’s Therapie, eine Sporthalle, Rehabilitationsmöglichkeiten, ein Schwimmbad, eine Cafeteria und Essen, das dort in einer Grossküche gekocht wird. In Pankow läuft das anders, denn dieser Stadteil liegt zentral in Berlin. Hier gibt es auch Möglichkeiten alles  selber zu erreichen. Dafür muss ganz viel organisiert werden und das bemerkt man in Pankow auch. Da klingt immer das Telefon und Fahrdienste fahren ständig irgendwohin. Für mich stellt sich nicht die Frage, ob man Pankow Frohnau vorziehen muss. Ich bin nur froh, dass ich nicht mehr drei Stunde pro Tag mit der Bahn fahren muss.

 

Hälsningar

Sofia Minör