Das P.A.N. Zentrum erhielt die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille 2015

Die zum fünften Mal verliehene Auszeichnung ging diesmal nach Berlin

4 Männer stehen mit einer Medaille und einer Urkunde vor der einem Plakat der DVfR:  Wolfgang Schrödter, Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Prof. Stephan Bamborschke, Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle

Wolfgang Schrödter (Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung), Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann (Vorsitzender der DVfR), Prof. Dr. Stephan Bamborschke (Leitender Arzt des P.A.N. Zentrums) und Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle (Ärztlicher Direktor der MATERNUS-Klinik für Rehabilitation Bad Oeynhausen) (v.l.n.r.)

Für seine besonderen Leistungen im Bereich der Rehabilitation nach Hirnschädigungen wurde das Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation (P.A.N.) mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand am 1. Oktober im Rahmen der DVfR-Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main statt.

Das vor acht Jahren von der Fürst Donnersmarck-Stiftung entwickelte P.A.N. Zentrum bietet Menschen mit erworbenen Schädel-Hirn-Verletzungen nach dem Aufenthalt in einer Klinik eine umfassende lebensweltbezogene Rehabilitation, damit diese wieder selbstbestimmt am Alltag teilhaben können.

Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann, Vorsitzender der DVfR, überreichte die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille Wolfgang Schrödter, dem Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung. „Das P.A.N. Zentrum schließt eine Lücke im bestehenden Versorgungssystem für Menschen mit erworbenen schweren Beeinträchtigungen“, betonte Schmidt-Ohlemann bei der Übergabe der Urkunde. Er hoffe, dass dieses Leuchtturmprojekt viele Nachahmer findet, damit viele neurologische Patienten entsprechend versorgt werden.

 

P.A.N. Zentrum - ein leuchtendes Beispiel

Halbrundes Gebäude mit Schriftzug P.A.N. Zentrum

Geschäftsführer Schrödter nahm die Auszeichnung dankend entgegen. „Damit zeichnen Sie ganz konkret Menschen aus, die trotz harter Schicksalsschläge den Mut nicht sinken lassen und an die durchschlagende Wirkung von Rehabilitation glauben.“ In seiner Dankesrede unterstrich er: „Die Verleihung der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille motiviert uns jetzt, mit dem neuen Gebäude und den neuen Konzepten den eingeschlagenen Weg mit Mut und Dynamik weiter zu beschreiten.

Als Best-Practice-Einrichtung der Phase E der neurologischen Rehabilitation ist das P.A.N.-Zentrum ein leuchtendes Beispiel dafür, wie visionäre Ideen durch tatkräftige und planvolle Aktivitäten einer Gruppe von engagierten Fachleuten im Rahmen einer Stiftung bürgerlichen Rechts und damit letztlich von bürgerschaftlichem Engagement zum Erfolg geführt werden können“, betonte der Neurologe Prof. Dr. Dr. Paul-Walter Schönle in seiner Laudatio. Er sei überzeugt davon, dass diese innovative neurologische Rehabilitation mit all ihren Facetten Schule machen und ganz im Sinne von Professor Jochheim zu weiteren Fortschritten in der Teilhabeförderung von neurologisch schwerst betroffenen Menschen führen werde.

 

Die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille

Eine Urkunde, eine bronzene Medaille, im Hintergrund ein Blumenstrauß

Mit der Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille ehrt die DVfR seit 2011 Initiativen, die in herausragender Weise die individuelle und umfassende Rehabilitation behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen fördern und zu deren Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beitragen. Namensgeber der Medaille ist der 2013 verstorbene Pionier der Neurorehabilitation in Deutschland: Prof. Dr. Kurt-Alphons Jochheim.

Quelle: Pressemitteilung der DVfR

 

Text der Verleihungsurkunde

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation verleiht die Kurt-Alphons-Jochheim-Medaille in Würdigung der Verdienste von

Prof. Dr. med. Dr. phil. h.c. Kurt-Alphons Jochheim (1921 – 2013)

als Pionier der Rehabilitation in Deutschland an das

Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation (P.A.N. Zentrum) der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin.

Das P.A.N. Zentrum wird ausgezeichnet für seine herausragenden Leistungen bei der Rehabilitation von Menschen mit multiplen Beeinträchtigungen infolge erworbener Hirnschädigung. Dieses vorbildliche Angebot der postakuten, langfristigen, alltagsnahen, partizipations- und sozialraumorientierten Rehabilitation eröffnet betroffenen Menschen nach dem Aufenthalt in einer Klinik weitere Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für eine selbstbestimmte Teilhabe und den Weg zurück in den Alltag. Es schließt eine Lücke im bestehenden Versorgungssystem für Menschen mit erworbenen schweren Beeinträchtigungen.


Heidelberg, den 1. Oktober 2015
Für den Vorstand
Dr. Matthias Schmidt-Ohlemann

 

 

Mehr Infos

Weitere Informationen zur Veranstaltung wie die Laudatio von Prof. Paul-Walter Schönle und die Dankesrede von Wolfgang Schrödter jeweils im Wortlaut finden Sie bei