Hörbericht von der Eröffnung des P.A.N. Zentrums

Schlüsselübergabe im P.A.N. Zentrum

Architektin und Prof. Bamborschke stehend mit einem Schlüsselkoffer in der Hand
 

Neue Räume für das P.A.N. Zentrum feierlich eingeweiht

Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg hin zu einer der modernsten neurologischen Reha-Einrichtungen am Wissenschaftsstandort Berlin ist erreicht – das P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation weihte am 18. Januar 2013 seine neuen Trainingswerkstätten, den Wohnbereich sowie Kreativ- und Medienräume ein. Damit ist der zweite Bauabschnitt eines der modernsten Zentren für Post-Akute Neurorehabilitation in Deutschland fertiggestellt.

In seiner Eröffnungsrede erklärte Wolfgang Schrödter, der Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung: „Ich bin froh und glücklich, dass wir heute hier stehen, in diesem aus meiner Sicht ausgesprochen gelungenen Bauwerk. Wir wollen mit diesem neuen Zentrum beispielhaft aufzeigen, wie Rehabilitation der Zukunft aussieht, welche Bedingungen erforderlich sind, um nach schweren Krankheits- und Unfallerlebnissen die einzelnen Menschen hier wieder im wahrsten Sinn des Wortes auf die Beine zu stellen und sie auf ein neues Leben außerhalb der schützenden stationären Mauern vorzubereiten."
Über 200 Gäste, darunter Mitglieder des Kuratoriums der Fürst Donnersmarck-Stiftung, der Bezirksbürgermeister von Reinickendorf Frank Balzer nebst Stadträten, Anwohner und natürlich die Rehabilitanden konnten sich bei  Führungen durch die Räumlichkeiten im Rahmen der Erööfnungsfeier persönlich einen Eindruck verschaffen. Machen Sie sich selbst ein Bild! Ein Hörbericht und eine Fotostrecke geben einen Überblick. 

 

 

Einweihung des 2. Bauabschnitts

Ein Hörbericht mit Transkription

Autor: Klaus Fechner - www.reichweiten.net
Erst wurde der Schlüssel übergeben und dann – wie es gute, alte Tradition ist – den neuen Bewohnern Brot und Salz geschenkt. Am 18. Januar wurden die neuen, innovativen Räume im P.A.N. Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation in Berlin-Reinickendorf mit mehr als 200 Gästen feierlich eingeweiht: Wohnräume für 42 Personen, Trainingswerkstätten sowie Kreativ- und Medienräume. Bis jetzt investierte die Fürst Donnersmarck-Stiftung 11 Millionen Euro für Um- und Ausbau des Zentrums. Graf Guido Henckel von Donnersmarck betonte in seinem Grußwort:

Die neue Konzeption des P.A.N. Zentrums zeigt sich nicht nur in baulicher Hinsicht. Sie konzentriert sich auf die postakute Neurorehabilitation der Phasen, die oftmals von kaum kalkulierbarer Länge sein können. Hier wollen wir als Stiftung mögliche Versorgungsengpässe ausgleichen und innovative Behandlungskonzepte verwirklichen.

Menschen mit erworbenen Schädigungen des Nervensystems werden im P.A.N. Zentrum langsam an ein möglichst selbstständiges Leben herangeführt. Der Geschäftsführer der Donnersmarck-Stiftung, Wolfgang Schrödter, zeigte sich mit der umfassenden Modernisierung des Gebäudes zufrieden:

Wesentliche Ziele unserer Umbaubemühungen konnten gut umgesetzt werden. Moderne Apartments für die Bewohner, sehr gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, viele Möglichkeiten der Begegnung, der Kommunikation – aber ebenso wollten wir Nischen und Rückzugsmöglichkeiten für die Bewohner, Mitarbeiter und Besucher schaffen.

Die Apartments sind modern eingerichtet, es gibt Einzelzimmer mit eigenem Bad, gemeinsame Wohnzimmer und einen großzügigen Essbereich. Die therapeutischen Werkstätten besitzen eine große Raumhöhe - alles wirkt hell, offen, transparent. Prof. Stephan Bamborschke leitet das P.A.N. Zentrum. Er beschreibt das Vorgehen bei der Planung des Umbaus:

Das Innovative ist, dass die Bewohnerinnen und Bewohner selbst mit einbezogen wurden. In einem Musterpavillon haben wir erst einmal verschiedene Elemente wie Badezimmer und Fußböden, Wandfarben und Möbel getestet mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Und wir haben ihre Anregungen mit aufgenommen. Und natürlich auch die Mitarbeiter befragt. Wir haben richtige Testreihen durchgeführt, so dass jetzt wirklich für die Bedürfnisse der Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen und im Hinblick auf die Konzepte der Rehabilitation alles getan ist, damit die Architektur dies hilft umzusetzen und sogar mit abbildet.

Es wechseln sich auf drei Etagen Gemeinschaftsräume und Rückzugsmöglichkeiten für jeden Bewohner ab. Parkettfußboden und andere hochwertigen Materialien sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Große Unterstützung kam auch vom Bezirk Reinickendorf. Der zuständige Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Martin Lambert, fühlte sich eher an ein Hotel als an ein Reha-Zentrum erinnert:

Für Reinickendorf ist diese innovative Reha-Stätte ein wichtiger Bereich. Und ich denke mir, es ist sehr wichtig, dass immer wieder ein Stopp gemacht wird, wenn eine Baumaßnahme abgeschlossen ist. Denn dieses Areal ist räumlich etwas abgelegen, aber es ist umso wichtiger, dass wir dieses Wirken von Ihnen immer wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft stellen.

Uwe Brockhausen ist Bezirksstadtrat für Gesundheit. Aus seiner Sicht ist die Vollendung des zweiten Bauabschnitts ein wichtiger Zwischenschritt:

Sie können mit Recht sehr stolz sein auf das, was bisher geleistet wurde. Sie haben hier eine Herkulesarbeit vollbracht. Aber, wir schauen voraus, sie stehen auch noch vor anstrengenden, aufwändigen Aufgaben. Und ich bin mir ganz sicher, so wie ich die Fürst Donnersmarck-Stiftung kennen gelernt habe, dass diese Arbeit sehr erfolgreich vor allem für die Menschen hier in Reinickendorf auch weiter geleistet wird.

Die Stiftung hat weitere Ziele. Bis 2015 soll ein neues großes Therapiegebäude für das P.A.N. Zentrum fertig gestellt sein. Insgesamt werden mehr als 30 Millionen Euro aus Stiftungsmitteln zur Verfügung gestellt. Hinzu kommt eine Qualifizierungsoffensive im Haus. So sollen neue Wege beschritten werden, um das Rehabilitationsangebot weiter zu verbessern.

 
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