Ausstellung „Mythische Koordinaten“

Vernissage am 30. März 2014

Gemälde von einem gelbem Kleid, darauf sind Waldtiere gemalt


Ausstellung „Mythische Koordinaten“ der Berliner Künstlerin Irene Niepel in der Villa Donnersmarck. Eintritt frei.


Irene Niepels Bilder sind eine Einladung für den zweiten Blick. Die dargestellten Räume kommen einem vertraut vor, nur wer sich in ihnen bewegt, ist ungewöhnlich. Es sind Pferde, Vögel, Rehe und immer wieder Katzen, die sich in einer Umgebung tummeln, die sonst dem Menschen vorbehalten ist. Die tierischen Protagonisten erinnern an archaische Religionen und Naturmythen. Wie selbstverständlich verdrängen sie den Menschen aus seinem angestammten Habitat. Die HDK-Meisterschülerin stellt damit den menschlichen Herrschaftsanspruch auf diesen Lebensraum in Frage.
Mit strengen Farbkompositionen und starken Kontrasten lenkt die Berliner Künstlerin die Aufmerksamkeit auf das, was im Alltag wenig Beachtung findet: Die anderen Bewohner, die Möglichkeit, dass alles anders sein könnte. Eine Art „magischer Realismus“ umgibt die Werke, eine Antwort auf „Was wäre, wenn…“, die Macht der Gewohnheit nicht mehr den Blickwinkel bestimmt.
Irene Niepel hat erfahren, was es bedeutet die gewohnte Perspektive zu verlassen. Seit einem Unfall lebt und arbeitet sie mit einer Behinderung. Ihre Bilder hat sie in vielen Ländern zeigen können, Werke von ihr finden sich im Saatchi Art Onlinekatalog. Ihre Ausstellung „Mythische Koordinaten“ an einem Ort wie der Villa Donnersmarck zu präsentieren, der Künstlern mit Behinderung vorbehalten ist, war für die international anerkannte Malerin eine bewusste Entscheidung. Sie verweist damit auf ihre eigene Lebensrealität und erinnert daran: Normalität ist ein fragwürdiges Konzept. Es hängt immer vom persönlichen Blickwinkel ab. Irene Niepels Tiercharaktere sind eine spannende Gesellschaft, um Dinge einmal anders zu sehen.

Irene Niepel, „Mythische Koordinaten“, Vernissage Sonntag, 30.03.2014, 15.00-17.00 Uhr, Eintritt frei
Laudatio: John Lochner-Griffith, Kunsthistoriker
Musikalische Begleitung: Seyyit El-Cherbiny, Piano
Ausstellung geöffnet bis 12. September 2014, Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr

www.villadonnersmarck.de
Mehr zu Irene Niepel auf ihrer Webseite: www.fineart-in.de

 

 

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Die Vorderseite des Fylers zur Ausstellung "Mythische Koordinaten" von Irene Niepel zeigt eine Katze mit einem ägyptischen Anhänger um den Hals, im Maul trägt sie eine weiße Feder