Gedenktafel für Reich-Ranicki

v.l.n.r. Stefan Grützmacher (l), Vorstandsvorsitzender der Gasag, Carla Helene Emily Reich (Enkelin des Literaturkritikers, Andrew Ranicki (Sohn des Literaturkritikers), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin, Hellmuth Karasek (Journalist und langjähriger Weggefährte) und Thomas Golka (Fürst Donnersmarck-Stiftung) vor der Gedenktafel am früheren Wohnhaus des 2013 verstorbenen Literaturkritikers in Berlin-Wilmersdorf.

v.l.n.r. Stefan Grützmacher (l), Vorstandsvorsitzender der Gasag, Carla Helene Emily Reich (Enkelin des Literaturkritikers, Andrew Ranicki (Sohn des Literaturkritikers), Klaus Wowereit (Regierender Bürgermeister von Berlin, Hellmuth Karasek (Journalist und langjähriger Weggefährte) und Thomas Golka (Fürst Donnersmarck-Stiftung) vor der Gedenktafel am früheren Wohnhaus des 2013 verstorbenen Literaturkritikers in Berlin-Wilmersdorf.

 

12. September 2014 - Mit einer Gedenktafel an seinem früheren Wohnhaus in Berlin wird an Marcel Reich-Ranicki (1920-2013) gedacht. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und die Familie des 2013 verstorbenen Literaturkritikers waren die Ehrengäste bei der Feierstunde vor dem Haus, das jetzt der Fürst Donnersmarck-Stiftung gehört.

 
Klaus Wowereit im Porträt

Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit

 

Es sei an der Zeit, den Literaturkritiker in der Stadt seiner späten Kindheit und Jugend zu würdigen“, begründete der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) die Anbringung der Gedenktafel in der Güntzelstraße 53 in Berlin-Wilmersdorf. Hier hatte von 1934 – 1938 Marcel Reich-Ranicki zusammen mit seinen Eltern gelebt und auf dem Balkon in der Wohnung im 1. OG sogar seinen ersten Kuss erhalten, wie Sohn Andrew Ranicki bei der Gedenkveranstaltung erzählte.

 
Andrew Ranicki im Porträt

Professor Andrew Ranicki

 

1938 bestand Marcel Reich-Ranicki am Fichte-Gymnasium sein Abitur und die Familie zog zurück nach Polen, wo es Reich-Ranicki zusammen mit seiner Frau gelang, aus dem Warschauer Ghetto zu fliehen, während seine Eltern 1942 nach Treblinka deportiert und dort ermordet worden sind.

 
Helmut Karassek im Porträt

Helmut Karasek

 

Es gab mehrere mögliche Orte, wo die Familie Reich gelebt hat, mit der Wohnung in der Güntzelstraße 53 sind für Marcel Reich-Ranicki bestimmende Erinnerungen verbunden, in einer Zeit, die ihn durch zunehmende Ausgrenzung von jüdischen Mitbürgern als Schüler besonders prägte“, erklärte Hellmuth Karasek in seiner Laudatio die Entscheidung für die Gedenktafel in der Güntzelstraße 53.

 
Thomas Golka im Porträt

Thomas Golka

 

Es ist für Stiftung eine große Ehre, dass die Tafel für Marcel Reich-Ranicki an unserem Haus, das wir 1975 gekauft haben, montiert wurde. Die Tafel am Haus und die Stolpersteine im Pflaster zum Gedenken an seine Eltern sollen die Vorbeigehenden, ja uns alle mahnen, unsere Gesellschaft vielfältiger und inklusiver zu gestalten. Dafür setzt sich die Fürst Donnersmarck-Stiftung ein“, erklärte Thomas Golka für die Fürst Donnersmarck-Stiftung.

Berlin habe Reich-Ranicki viel zu verdanken, sein Tod vor knapp einem Jahr hat eine tiefe Lücke gerissen“, betonte Wowereit. Er sei nicht nur Deutschlands größter Literaturkritiker, sondern selbst ein Star gewesen.

 
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