„Schufen sie ein Therapiegebäude nach Meisterart“

Sommerfest mit Richtfest für Therapieneubau auf Frohnaus derzeit größter Baustelle, dem Fürst Donnersmarck-Haus

Zimmermannshammer mit der Gravur P.A.N. Zentrum Richtfest 29.08.2014
 

Ein traditionelles Richtfest mit Richtkrone und Zimmermannsspruch und ein anschließendes Sommerfest feierte die Fürst Donnersmarck-Stiftung am 29. August 2014 mit Gästen anläßlich der Rohbaufertigstellung des Therapiegebäudes im P.A.N. Zentrum des Fürst Donnersmarck-Hauses, Berlin-Frohnau.

 
Wolfgang Schrödter beim Reden
 

Wolfgang Schrödter, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung, dankte auf dem Richtfest als Bauherr besonders den Planern und Bauausführenden: „Für die Tatsache, dass wir heute termingerecht die Richtkrone auf diesen gelungenen Rohbau setzen können danke ich besonders den Architekten Sinan und Kirsten Parmakerli, Alexander-Jean Fountis, Annelie Zech, Stefan Wildgruber, den Statikern, Zimmermannsleuten und verschiedenen Handwerkfirmen und dem Baumanager der Fürst Donnersmarck-Stiftung, Herrn Michael Schmidt. Ich bin zuversichtlich, dass wir im April nächsten Jahres auch pünktlich fertig sein werden.

 

Aus dem Richtspruch

Zimmermann und Architektin auf dem Dach beim Richtspruch

Zimmermann und Architektin beim Richtspruch auf dem Dach

 

Lob ist vor allem den fleißigen Händen,
Meistern, Gesellen und Lehrlingen zu spenden.
Denn durch Können und Fleiß, mit Wissen gepaart,
schufen sie ein Therapiegebäude nach Meisterart.

 
Drei Männer schlagen symbolische letzten Nägel in einen Holzbalken

Geschäftsführer Wolfgang Schrödter, Kuratoriumsmitglied Dr. Guido Graf Henckel von Donnersmarck und Prof. Stephan Bamborschke, Leiter des Fürst Donnersmarck-Hauses, schlagen die symbolischen letzten Nägel ein (v.l.n.r.)

 
 
Drei Männer mit einem Hammer in der Hand

Zufriedene Akteure nach dem Einschlagen des letzten Nagels

 

Für Frohnaus derzeit größtes Bauvorhaben sind 37 Firmen tätig. Seit Beginn der Baumaßnahmen wurden rund 19.000 m³ Erdreich bewegt, was in etwa 1.000 LKW Ladungen entspricht.

Für den Rohbau des Baukörpers, der einem Kreisquadranten ähnelt, wurden insgesamt 830 t Stahl und 5.555 m³ Beton verbaut. Bis zur Eröffnung des Gebäudes werden noch 2500 l Farbe verstrichen.

 

Maxime der Planung: keine Sackgassen

6 Männer in einer Reihe auf einer rohen Holzbühne beim Richtfest im P.A.N. Zentrum

Architekt Jean-Alexander Fountis, Baumanager Michael Schmidt, Leiter des Fürst Donnersmarck-Hauses Prof. Stephan Bamborschke, Kuratoriumsmitglied Dr. Guido Graf Henckel von Donnersmarck, Zimmermann Peter Tuffner, Geschäftsführer Wolfgang Schrödter (v.l.n.r.) am Ende des offiziellen Richtakts

 

Die Architektur des Therapiegebäudes folgt besonderen Prinzipien. Dazu erläuterte Architektin Kirsten Parmakerli: „‘Keine Sackgassen‘ war eine Maxime unserer Planung, die jetzt im Rohbau schon erlebbar ist. Die Sichtachsen durchziehen das ganze Gebäude mit Lebensadern und stellen eine starke Verbindung von Innen- und Außenraum dar.“ Auch Prof. Dr. Stefan Bamborschke, Leiter des P.A.N. Zentrums im Fürst Donnersmarck-Haus, beschrieb in seinem Grußwort auf dem Richtfest das Zusammenspiel von Architektur und Therapie bei der Konzeption des Hauses: „Die Architektur des Hauses ist ein Abbild des Rehabilitationsprozesses. Sie fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen und bietet den Rehabilitanden geschützte Bereiche, in denen man konzentriert arbeiten kann, und Transparenz für eine erfolgreiche Rückkehr in ein möglichst selbständiges Leben.“ Gleichzeitig werde die Interdisziplinarität der verschiedenen Berufsgruppen mit Hilfe dieser Architektur erfahrbar.

Der Neubau des Therapiegebäudes bildet den letzten Abschnitt einer umfassenden Modernisierung und Erweiterung des Zentrums für Postakute Neurorehabilitation im Fürst Donnersmarck-Haus.

 

Erfolgversprechende Postakute Neurorehabilitation und Platz für begleitende Forschung

Eine Personengruppemit Bauhelm in einem noch nicht verglasten Rohbau

Architekt Fountis führt über die Baustelle

 

Nach dem Richtakt konnten Besucher beim Gang über die Baustelle einen Blick in Zukunft wagen und schon eine Idee von der offenen Architektur gewinnen, die über Innenhöfe und Sichtachsen immer wieder neue Perspektiven bietet. Die umgebende Natur wird durch die Öffnung zum nahen Wald hin in das Gebäude geholt, wie Architekt Fountis auf einer der Baustellenführungen erläuterte.

 
Menschen mit Bauhelm, von denen einer erklärt

Geschäftsführer Wolfgang Schrödter erläutert während der Baustellenführung die Architektur des neuen Therapiegebäudes

 

Neben Therapieangeboten bietet das Gebäude auch Platz für begleitende Forschung. Dazu erklärte Wolfgang Schrödter in seiner Eröffnungsrede: „Wir wollen in diese neuen Strukturen die Rehaforschung einbinden und gemeinsam mit den Rehabilitanden herauszufinden, was die besten Methoden und Therapien sind, um Reha-Erfolge zu erzielen. So kann eine erfolgversprechende Postakute Neurorehabilitation im 21. Jahrhundert aussehen“. Durch das Zusammenwirken von Rehabilitanden und Therapeuten und Pädagogen habe die Fürst Donnersmarck-Stiftung einen Zukunftsentwurf vorgelegt.

 
Menschen in einer Schlange von einem Stand mit Spanferkel

Im Anschluss feierten Handwerker, Rehabilitanden und Gäste fröhlich zusammen

 

Mit dem neuen Bauwerk entsteht eines der modernsten Zentren für Postakute Neurorehabilitation in Deutschland, in dem ab 2015 Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen auf rund 4000 m² modernste Therapieangebote nutzen können.

Im bereits modernisierten Teil des Reha-Zentrums konnten die Gäste bei den Hausführungen zudem die Appartements von Unterstützung bei der Entwöhnung von Beatmung (UEvB) kennen lernen, des neuen Geschäftsfeldes der Fürst Donnersmarck-Stiftung.

 
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