Stolpersteine in der Thomasiusstraße verlegt

Stiftung engagiert sich erneut

Gunter Demnig sortiert Stolpersteine aus Messing mit einem Betonfuss

Am Freitag, dem 8.8.2014, wurden in der Thomasiusstraße mehrere Stolpersteine gesetzt. Vor dem Haus mit der Nummer 19, das der Fürst Donnersmarck-Stiftung gehört, verlegte Gunter Demnig allein sieben.

Nach der Verlegung der Steine erzählte ein jetziger Bewohner etwas aus dem Leben desjenigen ehemaligen Bewohners, dessen Name auf den Steinen steht und der Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft wurde. Jede einzelne Verlegeaktion vor den sechs Häusern in der Thomasiusstraße endete mit einem Musikstück, bei dem Kerzen entzündet wurden.

 
Stolpersteine aus Messing umrahmt von gelben Rosen

Am späten Nachmittag trafen sich Nachbarn und Mitglieder der Nachbarschaftsinitiative Stolpersteine Thomasiusstraße in der Moabiter Sankt Johannis Kirche zu einer Gedenkveranstaltung, bei der die 108 Namen der recherchierten jüdischen Opfer und ehemaligen Mitbewohner noch einmal verlesen wurden.

 
Colonel Erez Katz im Gespräch mit Berlinern

Der israelische Militärattache in Deutschland, Colonel Erez Katz, begleitete die Verlegung. Er zeige jeder Militärdelegation aus Israel solche Stolpersteine in der Stadt, so Katz. "Wie das deutsche Volk sich an den Holocaust erinnert, hat mich überrascht und beeindruckt."

 
Musiker spielt auf Klarinette

Vor zwölf Jahren hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung erstmalig Patenschaften für 16 Stolpersteine übernommen, acht für Opfer aus der T4 Aktion und acht für andere jüdische Opfer des Holocausts. Näheres dazu finden Sie hier.

 

 

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