Moderne Langzeit-Reha gibt neue Hoffnung

IKK BB schließt Vertrag für spezielle neurologische Therapie im P.A.N. Zentrum

Zwei Frauen und ein Mann sitzen mit Akten und Dokumenten an einem Tisch

Katrin Rütting, Leiterin stationäre Versorgung bei der IKK BB – mit Wolfgang Schrödter und Elke Stommel (FDST) bei der Vertragsunterzeichnung

Die IKK BB kooperiert mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung und ermöglicht ihren Versicherten neurologische Langzeit-Therapie im P.A.N. Zentrum bei schweren Hirnschäden. Auch Beatmungspatienten profitieren von dieser Kooperation.

 

(Potsdam/Berlin 21.04. 2017) Schwere Hirnschäden nach Unfällen oder Schlaganfällen treffen auch Jüngere. Weil Langzeit-Therapien rar sind, landen Patienten trotz Rehabilitationschancen nach der Akut-Reha oft in Pflegeheimen. Eine moderne Langzeit-Therapie im P.A.N.-Zentrum in Berlin-Frohnau bietet Hoffnung auf ein selbstbestimmteres Leben:

IKK BB-Kooperation für Patienten mit Hirnschäden oder künstlicher Beatmung

Die Innungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK BB) ermöglicht ihren betroffenen Versicherten jetzt die Teilnahme an einer Langzeit-Reha im P.A.N.-Zentrum. Und auch Versicherte, die von medizintechnischer Unterstützung beim Atmen unabhängig werden wollen, finden hier Hilfe.

Dafür sorgt der Kooperationsvertrag der IKK BB mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin und der Hausarztpraxis Dr. med. Mathias Appel und Rosemarie Paczinski-Henkelmann. Er regelt die interdisziplinär begleitete Versorgung von Patienten im P.A.N. Zentrum. Neben der Post-Akuten Neurorehabilitation schließt die Vereinbarung auch die Unterstützung bei der Entwöhnung von Beatmung (UEvB) ein: Vor dem „Weaning“ im Krankenhaus, dem letzten Schritt zurück zum selbstständigen Atmen, bereitet die Therapie Patienten 12 bis18 Monate lang professionell angeleitet auf das Atmen ohne Gerät vor.

Katrin Rütting, Leiterin Stationäre Versorgung  bei der IKK BB: Wir sind froh, hier ein exklusives Therapieangebot für individuelle  Bedürfnisse machen zu können. Der helle, mit modernster Technik ausgestattete Neubau in Frohnau schafft beste Bedingungen für das innovative Therapiekonzept. Erfolgreich therapierte  Patienten bestätigen, hier in ein  möglichst eigenständiges Leben mit minimaler Technologieabhängigkeit zurückgefunden zu haben.

Prof. Dr. med. Stephan Bamborschke, leitender Arzt des P.A.N. Zentrums:

Unser festes Ziel ist es, dass unsere Rehabilitanden ein weitgehend selbstständiges Leben wiedererlernen. Damit streben wir eine Vermeidung  künftiger stationärer Pflegebedürftigkeit für unsere Rehabilitanden an. Die neuen Räume stärken unsere hochengagierte, interdisziplinäre Zusammenarbeit und ermöglichen ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept. Handlungs- und Alltagsorientierung stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit, wobei die Rehabilitanden ihre Therapieziele gemeinsam mit uns festlegen und wir sie immer wieder evaluieren.

Hintergrund

Das P.A.N. Zentrum in der Fürst Donnersmarck-Stiftung ist spezialisiert auf 18 - 60 Jährige mit erworbenen Schäden des Nervensystems und füllt so eine Versorgungslücke, z.B. nach Unfällen, Schlaganfällen, gutartigen Hirntumoren oder Gehirnentzündungen. Therapiert werden Ausfälle wie Gedächtnis- und Aufmerksamkeitsstörungen, Wesensveränderungen, motorische Einschränkungen und Sprachstörungen. Die Behandlung dauert 18 bis 24 Monate, mit modernen Betreuungs-, Trainings- und Wohnformen. Mit Erfolg: Rund 70 Prozent schaffen es nach eineinhalb bis zwei Jahren, selbstständig in betreuten Wohnformen zu wohnen und zum Teil wieder zu arbeiten.

Die IKK BB ist die gesetzliche Innungskrankenkasse für die Regionen Brandenburg und Berlin. Mit rund 500 Mitarbeitern betreut sie an insgesamt 27 Standorten derzeit 239.331 Versicherte und über 42.000 Arbeitgeber. (Stand: 01.04.2017)