Werkstattblick in ein Interview

Gespräch mit Senatorin Elke Breitenbach

Elke Breitenbach im Gespräch an einem Schreibtisch sitzend

Die ersten 100 Tage des neuen Berliner Senats sind um. Zeit für die Berliner Medien, Bilanz zu ziehen und die Senatorinnen und Senatoren zu ihren ersten Ergebnissen zu befragen. So auch für das WIR-Magazin. Seit Bildung des neuen Senats hat sich der Ressortzuschnitt für Gesundheit und Soziales verändert. Für Menschen mit Behinderung und entsprechend für die Aufgaben der Fürst Donnersmarck-Stiftung ist neben der Politik des Senats für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung auch die Politik des Senats für Integration, Arbeit und Soziales wichtig. Daher interviewten am 10. März 2017 Sebastian Weinert und Thomas Golka für das WIR-Magazin Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, an ihrem Dienstsitz in der Oranienstraße 106 in Kreuzberg.

 

Menschen mit Behinderung den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt erleichtern

Elke Breitenbach im Gespräch mit Sebastian Weinert und Pressereferentin Karin Rietz

Sebastian Weinert, Pressereferentin Karin Rietz, Senatorin Elke Breitenbach

Auch Inforadio veröffentlichte am 16. März 2017 ein Interview mit Elke Breitenbach im Rahmen der Reihe „Senatoren im Interview - 100 Tage Rot-Rot-Grün“. Darin bezieht die Senatorin zu künftigen Weichenstellungen für den Berliner Arbeitsmarkt und zu den aktuellen Tarifauseinandersetzungen Stellung. Passend zum Thema äußerte sie sich in unserem Interview ausführlich zu den Arbeitsmarktchancen von Menschen mit Behinderung. Lesen Sie vorab einen Auszug daraus:

 

Auszug aus dem Interview

Elke Breitenbach im Gespräch mit einer roten Tasche

Frau Breitenbach, neben dem Ausbau der barrierefreien Infrastruktur ist die Verbesserung der Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung eines Ihrer zentralen Anliegen. Welche Rolle spielt dabei das Budget für Arbeit?

Mich beschäftigt die Frage sehr, wie wir die oft dramatische berufliche Situation von Menschen mit Behinderung verbessern können. Ganz viele von ihnen verfügen über hohe Qualifikationen, haben allerdings kaum Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dafür gibt es nun zum einen das Budget für Arbeit, das jetzt auch im Bundesteilhabegesetz vorgesehen ist. Dieses Budget für Arbeit erleichtert Menschen, die aktuell in Werkstätten arbeiten, den Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Gleichzeitig haben sie die Sicherheit, dass sie wieder zurück in die Werkstatt könnten, sollte ihnen der Sprung auf den ersten Arbeitsmarkt doch nicht gelingen. Das ist ein wichtiger Punkt.

Zum anderen gibt es zahlreiche Menschen außerhalb der Werkstätten, die eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt benötigen. Hier braucht es die Bereitschaft der Berliner Wirtschaft, sich zu bewegen und Menschen mit Behinderung eine Perspektive zu geben. Wir hören immer wieder die Klagen über den Fachkräftemangel. Gleichzeitig werden potentielle Fachkräfte seitens der Wirtschaft außen vor gelassen – und zu diesen gehören definitiv Menschen mit Behinderung.

 

Das ganze Interview steht ab dem 4. April 2017 in der Online-Ausgabe WIR 2017/1 hier zum Download oder als Printfassung ab Mitte April zur Verfügung.

 

 

Infos

Infos zu Senatorin Elke Breitenbach

Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales