Rehabilitanden besuchen den Berliner Dom

Ausflug mit dem Freizeitbereich

Rehabilitanden besuchen den Dom
 

Der evangelische Berliner Dom, oder wie er richtig heißt die Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin, ist durch die riesige Kuppel schon von weitem zu erkennen und damit eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins. Hier finden jährlich über 100 Konzerte und Veranstaltungen statt.  

Am 15. März 2017  besuchte eine Gruppe Rehabilitanden des P.A.N. Zentrums den Berliner Dom zu einer Führung. Unter ihnen befand sich auch Mike Grünberg. Er war vom Orgelkonzert am 19. Dezember 2016 aus Anlass des 100. Todestages des Stiftungsgründers und zum Abschluss des Jubiläumsjahrs der FDST so begeistert, dass er sich eine Besichtigung des Doms gewünscht hat. Lesen Sie hier einen Bericht über eine eindrucksvolle Führung:

Am Mittwoch war es endlich soweit: zusammen mit unserem Kollegen Thomas Boldin und unserer ehrenamtlichen Mitarbeiterin Ingrid Kortleben fuhren Mike Grünberg, Katja Tylkowski und Ina Ritter mit dem Hausbus zum Dom. Dort begleitete der diensthabenden Pförtner die Gruppe mit dem riesigen Fahrstuhl in den Dom.

 
Domführung mit Herrn Stuckholz
 

Um 14.30 Uhr begann unsere halbstündige Führung unter der Leitung von Herrn Stuckenholz. Seit fünf Jahren im Team der ehrenamtlichen Guides des Doms erläuterte er in Kurzfassung die Geschichte der Domkirche. Er erzählte uns, dass im 19. Jahrhundert  die im benachbarten Berliner Stadtschloss residierenden Hohenzollern der Meinung waren, der damals eher bescheidene Schinkel-Dom entspreche den Repräsentationsansprüchen der preußischen Monarchie nicht mehr. Auf Betreiben von König Friedrich Wilhelm IV. wurde daher der Bau einer prunkvolleren Domkirche begonnen. Der Grundstein des repräsentativen Gotteshauses wurde 1894 gelegt, die Einweihung fand 1905 statt. Im Zweiten Weltkrieg erlitt der Dom große Schäden.

Erst 1975 begann die DDR mit der Wiederherstellung. Die Regierung der DDR erwog sogar, Teile der Kirche abreißen zu lassen, was Gott sei Dank nicht möglich war, denn die Kirche und das Gebiet ringsherum ist auf Morast erbaut. Wenn dort etwas weggenommen wird, ist das so, erklärte Herr Stuckenholz, als wenn man mit dem „Löffel auf Pudding“ drückt. Denn an einer anderen Stelle sinke dafür ein anderes Gebäude ab. Für den Dom bedeutete das: Zu DDR-Zeiten  fürchtete man um die Stabilität des damals benachbarten, heute abgerissenen Palast der Republik und somit konnte der Dom bestehen bleiben.

 
Rehabilitanden im Dom
 

Wir lernten auch, dass das Holz, das im originalen Dom verarbeitet wurde, sogenanntes schwarzes Holz ist und direkt aus einem Sumpfgebiet stammt. Wenn Teile der Lasur beispielsweise an der Kanzel, die aus der ursprünglichen Ausstattung stammt, abbrechen, erkennt man darunter die besondere schwarze Farbe. Auch die von Fürst von Donnersmarck gestiftete Orgel ist aus diesem Holz. Gemeinsam betrachteten wir die riesigen Glasmosaike in der Kuppel. Ein Ornament ist fast 40 qm² groß. Alle Teilnehmer staunten, wie klein ein Mosaikbaustein im Vergleich zu unserer Hand ist.

 
Glasmosaike Decke Dom
 

„Sein. Antlitz Körper - Kirchen öffnen sich der Kunst“ - so lautet der Titel einer Ausstellungsreihe, die aktuell im Dom zu sehen ist. Vier Statuen zeigen eine Frau ohne Gesicht von Leiko Ikemura. Die Werke heißen Schrei und sind an Edvard Munch angelehnt.

 
Kunst im Dom
 

Nach der Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel, der Tauf- und Traukirche und dem Kaiserliche Treppenhaus, gingen wir in die Hohenzollerngruft mit fast 100 Särgen aus vier Jahrhunderten. Ina Ritter, selbst Mutter von Zwillingen, beindruckten besonders die Särge der Kinder, speziell die der Zwillinge, die dort aufgebahrt liegen.

Zum Abschluss tranken wir gemeinsam einen Kaffee und aßen im Dom Café ein Stück Kuchen. Wir haben die Stunden dort sehr genossen und behalten den Dom in guter Erinnerung.

Auch die Fürst Donnersmarck-Stiftung (FDST) hat eine ganz besondere Verbindung zum Dom: der Stiftungsgründer Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck stiftete die bekannte Sauer-Orgel, die 1903 fertiggestellt und seit der  Domeröffnung 1905 bis heute  gespielt wird. Am 19. Dezember 2016 fand aus Anlass des 100. Todestages des Stiftungsgründers und zum Abschluss des Jubiläumsjahrs der FDST hier ein Orgelkonzert statt. 

 
nach oben