SprecherInnentreffen der Selbsthilfegruppen

Interview mit Peer Counselorin Katrin Seelisch

Insgesamt 13 Personen sitzen um den Tisch und lächeln in die Kamera.
 

Die blisse und die Villa Donnersmarck sind traditonell die Orte in der Fürst Donnersmarck-Stiftung, an denen sich unterschiedliche Selbsthilfegruppen treffen, austauschen und organisieren. Bis heute ist die blisse das Forum für Selbsthilfe in der Stiftung. Am Donnerstag, den 18. Mai, fand dort das jährliche GruppensprecherInnentreffen der Selbsthilfegruppen in der Fürst Donnersmarck-Stiftung statt.

12 Gruppensprecher oder Gruppensprecherinnen trafen sich an diesem Nachmittag, um sich mit Peer Counselorin Katrin Seelisch auszutauschen. Grund genug, sie zu fragen, wie das Treffen ablief.

 
Frau Seelisch und Frau Stephan sitzen gemeinsam am Tisch. Rechts im Bildhintergrund sieht man das Banner der Spastikerhilfe.

Katrin Seelisch, FDST, und Petra Stephan (links), BZSL e.V., beim Berliner Selbsthilfefestival

 

Was ist das Treffen der Sprecher*innen der Selbsthilfegruppen und welche Bedeutung hat es für den Arbeitsbereich Freizeit Bildung Beratung?

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung bietet seit vielen Jahren ein Dach für Selbsthilfegruppen von und für Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen – zurzeit sind es 26 ganz unterschiedliche Gruppen, die sich hier regelmäßig  treffen. Die Koordination dieser Selbsthilfegruppen obliegt der Peer Counselorin der Fürst Donnersmarck-Stiftung, die am Arbeitsbereich Freizeit, Bildung, Beratung in der Villa Donnersmarck angesiedelt ist.

Einmal im Jahr werden die Sprecher*innen der Gruppen zu einem gemeinsamen Austausch eingeladen. Da jede Gruppe sich eigenständig und selbstorgansiert trifft, kennen sich die Sprecher*innen der Gruppen in der Regel nicht. Da ist so ein jährlicher Austausch eine willkommene Möglichkeit, voneinander zu hören und die eine oder andere Inspiration zu erhalten.

Gleichzeitig bekommt die Fürst Donnersmarck-Stiftung bei dem Treffen wichtige Rückmeldungen aus den Gruppen – darüber, was sie bewegt und was sie brauchen. Dies ist für uns wichtig, um unserem Anspruch, ein gutes Dach für die Gruppen zu bieten, auch weiterhin gerecht werden zu können.

 

Welche Themen wurden auf dem Treffen besprochen?

Ich habe das Treffen als eine sehr interessierte und angeregte Runde in den Räumen der blisse erlebt. Bei Brötchen, Kaffee, Keksen und Wasser berichteten die Sprecher*innen über die aus ihrer Sicht positiven, aber auch über die schwierigen Ereignisse, die ihre Gruppen im zurückliegenden Jahresverlauf erlebten. Von schönen Reisen mit der ganzen Truppe wurde erzählt, aber auch von thematisch anregenden Selbsthilfetreffen, zu denen man Fachreferenten eingeladen hatte. Einig waren sich alle Sprecher*innen, dass sie bei den Treffen gerne mehr Zeit für die schönen Dinge des Lebens hätten, anstatt sich mit den Hindernissen des Alltags aufgrund ihrer gesundheitlichen Belastungen und Beeinträchtigungen zu beschäftigen.

Zudem stellte sich heraus, dass manche der Sprecher*innen mit ihren Gruppen bereits über das Antragsverfahren und die Ausgestaltung der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung nachdenken. Diese soll ab 01. Januar 2018 zunächst für fünf Jahre staatlich finanziert flächendeckend im Sozialraum angeboten werden. Um sich hier gemeinsam eine Haltung zu erarbeiten und zugleich mehr Fachwissen zu bekommen, haben wir vereinbart, dass wir uns – diejenigen aus den Selbsthilfegruppen, die sich für dieses Beratungsformat interessieren – Ende Juni noch einmal treffen. Hierzu wird ein Fachreferent/eine Fachreferentin eingeladen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

 

Liebe Frau Seelisch, wir bedanken uns für das Gespräch!

 
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