So bunt wie das Leben

Rückblick auf die Vernissage "(Künstlerische) Vielfalt"

Zahlreiche Menschen sitzen in der Villa Donnersmarck. Im Bildvordergrund steht auf der linken Seite ein Mikrofon, rechts ist ein gläserner Flügel zu erkennen.
 

Am Sonntag, 2. April 2017, öffnete die Villa Donnersmarck bei wunderbarem Sommerwetter ihre Tore für eine besondere Vernissage. Über 100 Personen folgten der Einladung und begegneten einer wahrhaft ausdrucksstarken und variantenreichen Ausstellung. „(Künstlerische) Vielfalt“ lautet der Titel der neuen Schau, an der mit Christa Ensel, Jitka Ratzlaff und Oskar Streit gleich drei Kunstschaffende mitwirken. Dadurch erhalten die Besucherinnen und Besucher einen faszinierenden Einblick in die vielfältigen Ausdrucksformen, die Kunst den Menschen ob mit oder ohne Behinderung ermöglicht – so bunt und abwechslungsreich wie das Leben.

 
Die drei Künstler beim gemeinsamen Gruppenfoto.

Jitka Ratzlaff, Christa Ensel und Oskar Streit (v.l.n.r.)

 

In ihrer Eröffnung betonte Christel Reckert, Leiterin des Arbeitsbereichs Freizeit, Bildung und Beratung, ihre Freude über das Zustandekommen dieser Dreifachausstellung. Denn die Villa Donnersmarck ist als offenes Haus für die Präsentation von Kunstwerken geradezu prädestiniert.

Die drei Kreativen im Portrait

Die anschließend auftretende Laudatorin Regine Schulte-Lippern hob den inhaltlichen Reichtum von Christa Ensels Malereien hervor: „Ihr Herz muss ein Kaleidoskop sein.“ Szenen aus ihrer zweiten Heimat Thailand, von starken Großstadtfrauen und zunehmend auch aus dem Berliner Stadtleben bestimmen Christa Ensels Werk und sind aktuell im Erdgeschoss der Villa Donenrsmarck zu erleben. Jitka Ratzlaffs Arbeiten wurden von ihrer Mutter Marliese Ratzlaff gewürdigt. Für Jitka Ratzlaff ist „Malen ein Lebenselixier.“ Ihre flächigen Ölmalereien zeigen bevorzugt Pariser Dachlandschaften oder Meer- und Wassermotive. Sie befinden sich im Konferenz- und Erkerzimmer des Erdgeschosses. Neben der Malerei engagiert sich Jitka Ratzlaff zusammen mit ihrer Mutter auch als Leiterinnen der Ataxie Selbsthilfegruppe Berlin-Brandenburg und ist auf diese Weise mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung verbunden. Zuletzt betrat Oskar Streit die Bühne, um sich dem Publikum selbst als "cool, gechillt und relaxed" vorzustellen. Aufgrund seiner Körperbehinderung ist er auf einen Sprachcomputer angewiesen, doch: „Meine Kunst schafft Worte, wo mir Worte fehlen.“ Seine Bilder voller „Drachenenergie“ bringen nun im zweiten Geschoss Farbe in das Haus.

 
Ein Rollstuhlfahrer sieht auf drei Bilder, die thailändische Mönche in roten Gewändern zeigen.

Nach der feierlichen Eröffnung hatten alle Besucher die Möglichkeit, die Kunstwerke eingehend zu betrachten.

 

Rundgang durch die Ausstellung

Im Anschluss an die Kurzvorstellungen der drei Kreativen hatten alle Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die ausgestellten Werke eingehend zu betrachten und sich bei einem Glas Sekt, einer Tasse Kaffee oder einem Stückchen Kuchen über die gesammelten Eindrücke auszutauschen. Souverän musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Seyyit El-Cherbiny am Piano.

 
Vier Menschen betrachten farbenfrohe Bilder.

Oskar Streits Bilder voller "Drachenenergie" hängen im zweiten Stock

 

Die Ausstellung ist ein Zeichen für künstlerische Vielfalt, für die Wünsche, Bedürfnisse und individuellen Talente, die unsere Gesellschaft bunt und lebenswert machen. Sie ist bis zum 25. August Montag bis Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Villa Donnersmarck, Schädestraße 9-13 kostenlos zu besichtigen.

 
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