Offene Gärten 2008 - Der Nachbericht mit Fotostrecke

2. Tag der Offenen Gärten in der Villa Donnersmarck

Besucher unterm Sonnenschirm
 

Ein künstlerisch-kulturelles Gartenerlebnis in Berlin Zehlendorf

Als am Freitag die Arbeit der Künstler, die in den Gärten der Villa Donnersmarck ausstellen wollten, durch einen Regenguss unterbrochen wurde, schien die ungünstige Wetterlage bereits die Vorfreude auf das Wochenende der Offenen Gärten zu dämpfen. Doch bereits am Samstagmorgen konnten sich die ersten Gäste der Zehlendorfer Villa mit einem Kaffee gemütlich auf die Terrasse setzen und ausgiebig die verschiedensten Kunstwerke des Gartens bestaunen.

Mit Fotoapparat, Notizzettel und Gartenbüchern bestückt kamen bereits am Vormittag viele Gartenfans und wurden am Eingang von den Mitarbeitern begrüßt und durch Hochbeete, Kunst-, Klang- und Gartenobjekte geleitet. Die meisten ließen sich danach von frischem Erdbeerkuchen und den gemütlichen Sitzecken verführen und verbrachten so einige Zeit der Entspannung.

Das von den privaten Gärten etwas abweichende Konzept der Villa Donnersmarck – der einzige barrierefreie Garten – überraschte viele der Besucher. Auch, dass die Gartengestaltung nicht nur für, sondern auch durch Menschen mit Behinderung vorgenommen wurde, war nicht auf den ersten Blick zu erkennen. So war z.B. eine große Anzahl von Holzskulpturen durch die Gruppe imPerfekt des Berufsbildungsbereichs der BWB-Nord entstanden. Als Garten- und Lebensthema wurden sie als Sinnbild für das Werden und Vergehen aus alten Holzpflöcken der Hochbeete der Villa Donnersmarck gestaltet. Als Publikumsmagneten entpuppten sich auch die Ikebana-Ausstellung im Haus und die Sinnenobjekte wie Klangschalen und ein Quellstein im hinteren Gartenbereich. Durch die Einbeziehung der Innenräume der Villa wurde auch die Ausstellung von Thomas Kahlau zum großen Kunsterlebnis vieler Neugieriger.

Neben Besuchern aus ganz Berlin, Potsdam und dem Umland kamen Nachbarn und Bewohner des Viertels, ließen sich zum Verweilen einladen und freuten sich, einmal von innen zu betrachten, was sie bislang nur über den Gartenzaun erspähen konnten. Die besondere Atmosphäre des Hauses und des Gartens beeindruckte viele Gäste.

Zum ersten Mal in diesem Jahr konnten Interessierte auch an einer Gartenführung teilnehmen. Friedericke Weber von Greenteam bezog sich in ihren Ausführungen speziell auf das Zusammenwirken von Garten und Villa und konnte Tipps geben wie Hausbesitzer ihre eigenen Gärten so gestalten können, dass Haus und Garten zu einer Gesamtheit finden.
Weitere Programmpunkte wie die Lesung Wolfgang Unterzauchers aus „Ein Garten der Erinnerung“ von Karl Förster sowie die Konzerte von Taiko Connection und den Baseler Musikanten unter der gewaltigen Blutbuche des Sommergartens erwiesen sich als gelungene Veranstaltungen was sich daran zeigte, dass immer mehr Stühle zur kleinen Naturbühne getragen wurden.

Es waren für alle Beteiligten zwei wunderschöne Tage der Offenen Gärten!

Annika Janßen
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Wir danken allen Künstlern und Mitwirkenden (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Anke Mühlig; Textile Schriften
  • Anna Katharina Fountis; behauene Steine, Holzfiguren
  • Baseler Musikanten; Sommermusik unter der Leitung von Peter Dethlefs
  • Frauenchor Zehlendorf; Chorleiter Cesar Gustavo La Cruz
  • Greenteam; Unterstützung bei der Gartengestaltung und Gartenführung unter der Leitung von Friedericke Weber
  • Jürgen Krogmann; Holzskulpturen
  • Karin Schreiber u.a.; Ikebanaausstellung
  • Kunstgruppe des Berufsbildungswerk der BWB; Holzskulpturen entstanden unter der Leitung von Mathias Rinne
  • Stein-Hof Lehm-Galerie; Quellbrunnen, Eisenskulpturen, Klangschalen von Bodo Langner
  • taiko connection; japanische Trommeln unter der Leitung von Beate Hunsdörfer
  • TERRA 11; Keramikobjekte entstanden unter der Leitung von Anita Caspary
  • Wolfgang Unterzaucher; Lesung aus „Ein Garten der Erinnerung“ von Karl Förster


 
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