Geschichte

Von der Gründung bis zum Arbeitsbeginn

Damit ist die "Stiftung Fürst Donnersmarck-Institut zu Berlin" gegründet. Nach seiner Abdankung erklärt sich Wilhelm II. bereit, das ihm überlassene Vermögen zum allgemeinen Verfügungsrecht der Stiftung zurückzugeben. Von dem Stiftungsvermögen sind nach Wirtschaftskrise und Inflation der 20er Jahre keine Geldmittel mehr übrig. Was geblieben ist, sind Grund und Boden. In den Jahren des Faschismus wird verschiedentlich versucht, die Stiftung aufzulösen. Es gelingt jedoch, diese Übergriffe abzuwehren und die Zeit ökonomisch weitgehend unbeschadet zu überstehen. Im Jahre 1945, nach Ende des Krieges, werden allerdings die Liegenschaften nach den Bestimmungen der Westalliierten als "Vermögen des ehemaligen Deutschen Reiches, seiner Organisationen und deren leitenden Angehörigen unter Sperre und Kontrolle" gestellt und bis 1950 von Treuhändern unter Aufsicht genommen.

So konnte in den ersten rund 30 Jahren des Bestehens der Stiftung wenig im Sinn ihrer Zweckbestimmung unternommen werden. Allein die Unterstützung bei der Herausgabe eines medizinischen Werkes (Handbuch der ärztlichen Erfahrungen im Weltkriege, 9 Bände) steht bis 1934 auf der Habenseite. Und es sollte noch einmal einige Zeit dauern, bis nach Änderung der Stiftungs-Verfassung 1952 erste konkrete Ideen zum "Aufbau einer gruppenpädagogischen Arbeit für körperlich behinderte Menschen unter Einsatz der Nachbarschaftsheime" Gestalt annehmen.

Danach geht die Entwicklung zügig weiter. Vor allem, als anläßlich der Kuratoriumssitzung am 4.4.1960 die Neufassung des § 2 der Verfassung beschlossen wird. Fortan entfällt die Einstimmigkeitsklausel und drei Viertel aller Stimmen der Kuratoriumsmitglieder reichen für Beschlüsse aus. Eine weitere Entscheidung betrifft die Veränderung der Zweckbindung der Erlöse. Mußten bis zu diesem Zeitpunkt alle Erlöse aus Grundbesitz dem Stiftungszweck zugeführt werden, heißt es künftig: "Erlöse aus Veräußerungen von Stiftungsvermögen müssen dem Stiftungsvermögen erhalten bleiben." Die Neufassung dieser Klausel ist der Beginn des Unternehmens Donnersmarck, das seither Erlöse aus Grundstücksverkäufen in Immobilien anlegt und die aus dem Vermögen erwirtschafteten Erträge im Sinn der Stiftung in Einrichtungen, neue Konzepte und Modellprojekte investiert.«

 

 

Fürst Donnersmarck-Stiftung

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