Unser Konzept

„Stationär, so ambulant wie möglich"

Das Haus Am Querschlag bietet den Klientinnen und Klienten eine sozialpädagogische und pflegerische Unterstützung rund um die Uhr, auch in der Nacht. Obwohl es sich beim Haus Am Querschlag um eine besondere Wohnform (früher stationäre Einrichtung) handelt, sind alle Maßnahmen und Aktivitäten im Haus sind darauf ausgelegt, den Klientinnen und Klienten so viel Selbstbestimmung, Teilhabe und Verantwortung wie möglich zu eröffnen: Beispielsweise beim gemeinsamen Kochen, bei der Freizeitgestaltung oder bei der Bestimmung über ihre eigene Privatsphäre.

Das Haus wurde 1996 eröffnet und ist seitdem ein Zuhause für 14 Menschen zwischen 30 und 60 Jahren mit Körper- und Mehrfachbehinderung. Die Kleinräumigkeit der Anlage bietet die idealen Voraussetzungen für eine weitgehend individualisierte und sozialraumorientierte sozialpädagogische Unterstützung. Unser Betreuungsangebot im Haus Am Querschlag umfasst eine sozial- und heilpädagogische Förderung sowie eine behindertengerechte Pflege. Auf dem hinteren Teil des Grundstücks befindet sich eine Wohngemeinschaft für vier Klientinnen und Klienten. Seit 2020 gehört das „Haus Am Querschlag“ gemeinsam mit der Wohngemeinschaft im hinteren Bereich des Grundstückes zum „Quartier Querschlag“.

 

Personalkonzept

Getragen wird das Haus Am Querschlag vom Ambulant Betreuten Wohnen (ABW) der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ABW bieten den Klientinnen und Klienten die notwendige sozialpädagogische Betreuung. Um diese anspruchsvolle Arbeit um Haus Am Querschlag zu erledigen, ist das Team im „Quartier Querschlag“ interdisziplinär besetzt. Es besteht unter anderem aus weiblichem und männlichem Fachpersonal. Vertreten sind die Ausbildungen Heilerziehungspflege, Pflegefachkräfte, Sozialpädagoginnen und Erzieher.

Nachtdienste werden ausschließlich von qualifiziertem Pflegepersonal ausgeführt. Für die pflegerische Versorgung sind darüber hinaus Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ambulanten Dienstes der Fürst Donnersmarck-Stiftung zuständig.

 

Im Mittelpunkt der Betreuung steht der Mensch

Wir erarbeiten gemeinsam mit allen Klientinnen und Klienten einen individuellen Förder- und Assistenzplan, in dem ihre Wünsche und Ziele vorrangig berücksichtigt werden. Auf dieser Grundlage werden unsere Assistenzleistungen auf ihre jeweiligen Bedarfe zugeschnitten. Im Mittelpunkt unserer Maßnahmen steht die Förderung der Selbstständigkeit und Individualität jeder einzelnen Person.

Der Ansatz „Stationär, so ambulant wie möglich“ schlägt sich beispielsweise auch in der Verpflegung der Klientinnen und Klienten nieder. Wir organisieren alle Mahlzeiten direkt vor Ort, ohne uns fertige Mahlzeiten liefern zu lassen. So sind die Klientinnen und Klienten direkt am Entstehungsprozess der Mahlzeiten beteiligt und können individuelle Wünsche einbringen.

 

Arbeit und Freizeit

Arbeit und Beschäftigung finden die Klientinnen und Klienten auf zwei Wegen: Entweder sie nutzen das Angebot einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder sie greifen auf ein externes tagesstrukturierendes Angebot zurück. Für einige Klientinnen und Klienten organisieren wir direkt vor Ort ein tagesstrukturierendes Angebot.

Ihre Freizeit gestalten die Klientinnen und Klienten des Haus Am Querschlag nach den eigenen Vorstellungen und Wünschen. Unsere Mitarbeitenden helfen ihnen bei der Planung und Umsetzung der Ideen. Regelmäßig organisieren wir zudem gemeinsame Veranstaltungen wie Kinoabende, Ausflüge oder Feiern. Außerdem können die Klientinnen und Klienten auf die Angebote des nahegelegenen P.A.N. Zentrums für Post-Akute Neurorehabilitation der Fürst Donnersmarck-Stiftung zurückgreifen. Alle Angebote und Veranstaltungen richtigen sich nach den Wünschen und Interessen der Menschen im Haus.

Gerne unterstützen wir unsere Klientinnen und Klienten bei der Organisation und Durchführung von Kurz- und Ferienreisen. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass die individuellen Erholungswünsche realisiert werden.

 

Moderne Architektur und Inneneinrichtung

Eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung des Konzeptes spielt die modernen Gestaltung des Hauses. Großzügige, helle Zimmer mit eigenen Bädern bieten einen privaten Rückzugsraum. Die Zimmer sind teilweise möbliert, können aber nach den eigenen Vorstellungen verändert werden. Die Gemeinschaftsräume sind offen gestaltet und laden zum Verweilen ein; im Souterrain befindet sich ein hochwertiger Multifunktionsraum für winterliche Kinoabende oder andere Aktivitäten. Der großzügige Garten hinter dem Haus dient den Klientinnen und Klienten als beliebter Treffpunkt. Dadurch haben sie die Möglichkeit, individuell zu entscheiden, ob sie am Gruppenleben und dem Leben im Sozialraum teilhaben oder lieber in ihrem eigenen Zimmer für sich alleine sein wollen.

 
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