Foto: Blick in den Saal bei einer Diskussionsveranstaltung, im Vordergrund im Publikum mehrere Personen im Rollstuhl mit dem Rücken zum Betrachtenden

Fortbildungen & Fachthemen

Was bewegt Menschen, die mit einer Behinderung leben? Bei uns erzählen sie das am besten selbst. Mit Diskussionsrunden und Fachveranstaltungen eröffnen wir Gesprächsräume zwischen Podium und Publikum rund um Teilhabe, Selbstbestimmung und andere Themen, die mehr Aufmerksamkeit brauchen. Inklusion braucht Austausch, wenn nötig auch digital. Diskutieren Sie mit! Bei unseren Fortbildungen finden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im sozialen Bereich ein Wissensupdate, das einen Unterschied macht.

Fortbildungen

Mehrere Leute sitzen an einem Tisch und hören einer Präsentation zu, die von zwei Männern gehalten wird.

Hier finden Sie Informationen zu unserem offenen Fortbildungsangebot für alle Fachkräfte der Eingliederungshilfe. Sie finden unterschiedliche Angebote zu den Themennereichen medizinisch-therapeutisches Wissen, rechtliche Grundlagen, Berufspraxis und Methoden.

Programm 2026 - Download

Alle Fortbildungsangebote 2026 auf einen Blick

Anmeldungen

Bitte melden Sie sich per E-Mail an:

fortbildung@villadonnersmarck.de

Rufen Sie gerne an, falls Sie Fragen zu den Fortbildungen haben:

Mirjam Mirwald
Telefon: 030 847 187-21
Mobil: 0160 – 144 39 50

Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Geltungsbereich
Die Villa Donnersmarck der Fürst Donnersmarck-Stiftung bietet Fortbildungsangebote rund um das Thema Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Präsenzformat an. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Fortbildungsangebote der Villa Donnersmarck.
2. Buchung/Anmeldung
Für alle Fortbildungsangebote ist eine schriftliche Anmeldung per E-Mail über fortbildung@villadonnersmarck.de erforderlich. Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zum Zwecke der Durchführung der Veranstaltung und anschließenden Rechnungsstellung einverstanden. Die Verträge werden unter der Bedingung geschlossen, dass die von der Villa Donnersmarck festgelegte Mindestteilnehmerzahl erreicht wird. Anmeldungen sind generell bis zum Seminarbeginn möglich, die Plätze sind jedoch begrenzt. Die Villa Donnersmarck richtet im Zweifel Wartelisten ein, sodass ein Nachrückplatz möglich ist. Nach der Bestätigung der Anmeldung durch die Villa Donnersmarck ist diese verbindlich.
3. Rücktritt vom Vertrag (Anmeldung)
3.1 Ein Rücktritt ist schriftlich in Textform zu erfolgen.
3.2 Bis zu drei Wochen vor Veranstaltungsbeginn ist eine Stornierung kostenfrei. Danach wird eine Ausfallgebühr von 50% in Rechnung gestellt. Bei Absagen eine Woche vor der Veranstaltung oder später stellen wir den gesamten Betrag in Rechnung.
3.3 Sie haben immer die Möglichkeit kurzfristig und formlos per Mail an fortbildung@villadonnersmarck.de einen Ersatzteilnehmenden zu benennen.
3.4 Nicht oder nur teilweise in Anspruch genommene Leistungen werden nicht erstattet.
3.5 Die Villa Donnersmarck kann Veranstaltungen räumlich/zeitlich verlegen oder absagen sowie in Ausnahmefällen die Lehrperson wechseln.
3.6 Bei Absage durch die Villa Donnersmarck werden gezahlte Gebühren zurückerstattet.
4. Rechnungslegung / Bezahlung
Es gelten die in der jeweiligen Ausschreibung ausgewiesenen Fortbildungskosten. Die Kosten beziehen sich auf die Teilnahmegebühr sowie die Verpflegung. Die Rechnungsstellung Ihrer gebuchten Fortbildung erfolgt automatisiert. Bitte überweisen Sie den fälligen Rechnungsbetrag innerhalb von 14 Tagen unter Verwendung der Rechnungsnummer auf das angegebene Konto bei der Bank für Sozialwirtschaft.
5. Teilnahmebescheinigung
Bei regelmäßig erfolgter Teilnahme an einer Lehrveranstaltung (mindestens 70 Prozent) erstellt die Villa Donnersmarck auf Wunsch eine Teilnahmebescheinigung.
6. Anfertigung von Ton-, Foto- und Videoaufnahmen
Das Anfertigen von Ton-, Foto- oder Videoaufnahmen während der Veranstaltungen ist ohne vorherige ausdrückliche Zustimmung aller betroffenen Personen untersagt. Dies gilt insbesondere für Aufzeichnungen von Dozent:innen und Teilnehmer:innen. Eine Weitergabe oder öffentliche Verbreitung von unzulässig erstellten Aufnahmen ist untersagt und kann rechtliche Schritte nach sich ziehen.
6. Haftung
Die Fürst Donnersmarck-Stiftung haftet für Schäden, gleich aus welchem Rechtsgrund, lediglich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen bei eigenem, vorsätzlich und grob fahrlässigen Handeln. Bei Diebstählen, Sach- und Personenschäden oder Unfällen während der Bildungsveranstaltung sowie auf dem Hin- und Rückweg zu und von dieser ist die Haftung ausgeschlossen.
7. Erfüllungsort/ Gerichtsstand
Der Gerichtsstand ist Berlin. Sollte eine Bestimmung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, so berührt dies die restlichen Bestimmungen nicht. Vielmehr gilt an Stelle der unwirksamen Bestimmung eine dem Zweck der Vereinbarung entsprechende oder zumindest nahekommende Ersatzbestimmung, die die Parteien zum gleichen wirtschaftlichen Ergebnis vereinbart hätten. Gleiches gilt für den Fall der Unvollständigkeit der Bestimmungen. Abweichungen von diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen sind nur wirksam, wenn die Fürst Donnersmarck-Stiftung sie schriftlich formuliert hat.
Berlin, 22.01.2026

Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Strategien zur Deeskalation bei Krisen, Konflikten und Verhaltensauffälligkeiten

Alle Angebote und Einrichtungen der Behindertenhilfe werden zunehmend mit eskalierenden und häufig grenzüberschreitenden Sondersituationen in Form von Krisen, Konflikten und herausforderndem Verhalten konfrontiert. Diese Fortbildung zeigt Strategien zum Umgang mit diesen Herausforderungen auf. Orientierungsrahmen dieser Fortbildung ist das „Kriseninterventionsprogramm – ki-pro plus“ (www.ki-pro.de) des Referenten. Themen der Fortbildung:

  • Früherkennung von Warnsignalen und passende Frühinterventionen
  • Erkennen und Umgang mit Auslösern und Funktionen von Krisen
  • Ansätze zur direkten und indirekten Deeskalation
  • Pro soziale Deeskalation
  • Notfallhandeln
  • Führen von Kritikgesprächen

Ziel dieser Fortbildung ist es, ein strukturiertes Handlungs- und Interventionsrepertoire zur Verfügung zu haben, um professioneller und gezielter mit Auffälligkeiten und Herausforderungen umgehen zu können.

Referent: Prof. Dr. Ernst Wüllenweber (Dipl. Sozialarbeiter, Supervisor, Dipl. Pädagoge, Sonderpädagoge)

04.03.2026 9:00-17:00 Uhr P.A.N. Zentrum
17.06.2026 9:00-17:00 Uhr P.A.N. Zentrum

Kosten: 220,- Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Von der Trennung zur Verbindung – Umgang mit „schwierigen“ Angehörigen

Kennen Sie das? Angehörige schildern fehlende Wertschätzung durch das betreuende Team und Mitarbeitende berichten von Anpassungsschwierigkeiten an Betreuungskonzepte seitens der Angehörigen. Es scheinen zwei Sichtweisen unversöhnlich gegenüber zu stehen. Dann sind Konflikte und Ärger vorprogrammiert. Diesen oder ähnlichen Situationen begegnen Mitarbeitende täglich. Doch was macht Angehörige „schwierig“ und wie können sich Mitarbeitende in solchen Situationen professionell verhalten? Diese Fragen werden in der Fortbildung thematisiert. Gesprächsmodelle, mit Hilfe derer in der Pflege und Betreuung Tätige angemessen und empathisch auf die Belange und Belastungen der Angehörigen eingehen können, werden vermittelt. Gleichzeitig gibt es Input zu einem wertschätzenden Umgang mit sich selbst in einem psychisch stark belasteten Arbeitsumfeld. Neben theoretischen Aspekten stehen Ihre Beispiele aus der Praxis im Vordergrund.

Referentin: Anke Boche-Koos (Heilpädagogin, GFK-Trainerin)

12.03.2026 9:00–16:00 Uhr P.A.N. Zentrum

Kosten: 220,- Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Aggressionen verstehen und professionell damit umgehen

Der Alltag in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen kann herausfordernd sein. Emotionale Spannungen, Missverständnisse oder unerwartete Reaktionen gehören häufig dazu. Dabei ist es entscheidend, Aggressionen richtig zu verstehen, um professionell, empathisch und sicher reagieren zu können.
Im Seminar erfahren die Teilnehmenden 

  • was Aggressionen auslöst und wie sie sich äußern
  • wo die Grenze zwischen Aggression und Gewalt verläuft
  • wie sie deeskalierend und gleichzeitig respektvoll handeln können

Auf Grundlage des systemischen Aggressionsmanagements nach Dirk Schöwe lernen die Mitarbeitenden, Dynamiken besser zu erkennen und den Blick hinter das Verhalten der Klientinnen und Klienten zu richten – auf Bedürfnisse, Überforderung oder Kommunikationsbarrieren. So wird Aggression nicht als persönlicher Angriff, sondern als Signal verstanden, das Möglichkeiten bietet.

Ein zentraler Bestandteil des Seminars ist ein Kommunikationsmodell, das hilft, in sich, mit sich und für andere klar, authentisch und gewaltfrei zu kommunizieren. Dieses Modell stärkt die innere Haltung, fördert Achtsamkeit und schafft Sicherheit – im Kontakt mit den Klientinnen und Klienten ebenso wie im Team. Damit das Gelernte im Alltag schnell abrufbar bleibt, werden kleine, praxisnahe „Gewaltfrei Gadgets“ vorgestellt: kurze Sprüche, Gedankenstützen und einfache Impulse, die helfen, in angespannten aber auch ruhigen Situationen Handlungsmöglichkeiten zu sehen und ruhig zu bleiben. 

Referent: Robert Liersch (Heilerziehungspfleger, Coach, Trainer und Dozent)

25.03.2026 9:00-17:00 Uhr Villa-Umbauquartier
04.11.2026 9:00-17:00 Uhr P.A.N. Zentrum

Kosten: 220,- Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Messis und Verwahrlosung – praktische Handlungsempfehlungen


Von ambulanten, psychosozialen Diensten vor allem im Wohnverbund wird das Phänomen der Wohnungsverwahrlosung oft diffus als „Vermüllung“, „Messie-Syndrom“ oder neuerdings als „pathologisches Horten“ beschrieben. Wir erarbeiten, welche begrifflichen Abgrenzungen hier zutreffend sind: Handelt es sich um ein Krankheitsbild, ein Syndrom oder nur ein Symptom verschiedener Erkrankungen? Wie unterscheidet man Ursachen und Merkmale? Welche Reaktionen sind angemessen, wirkungsvoll und fachlich gerechtfertigt? Aus Sicht der Betreuenden werden folgende Fragen erörtert: Wie gehen wir mit Menschen um, die sich und ihre Wohnung nicht pflegen? Wie können wir diese Menschen hilfreich unterstützen? Wie geht man im WG-Setting ab besten mit diesem Problem um? Was „muss“ man aushalten können und wo zieht man besser einen Schlussstrich?

Die Betrachtung spezieller Zielgruppen ist möglich, etwa in Wohngruppen oder im Betreuten Einzelwohnen, auch inhaltliche Schwerpunkte sind möglich. Anhand von Fallbeispielen sollen die theoretischen Konzepte erörtert und Lösungsansätze in der Praxis bearbeitet werden. Für das Gelingen ist es sehr hilfreich, Beispiele aus der Praxis einzubringen. Schicken Sie gerne im Vorfeld der Schulung Ihre Fragen und Fallbeispiele zum Thema an Mirjam Mirwald: m.mirwald@villadonnersmarck.de.

Referent: Dr. med. Dipl.-Psych. Detlev E. Gagel (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, Psychologischer Psychotherapeut)

15.04.2026 9:00–16:00 Uhr P.A.N. Zentrum
26.11.2026 9:00–16:00 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220 Euro

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Medizinisch-therapeutisches Wissen

Schädel-Hirn-Trauma – Schwerpunkt Persönlichkeitsveränderungen

Nach einer kurzen Einführung in die Neurologie, wird Ihnen das Thema Schädel-Hirn-Trauma zunächst aus medizinischer Sicht nähergebracht, so dass Sie u.a. Antworten auf folgende Fragen finden: Was ist ein Schädel-Hirn-Trauma? Welche Ursachen gibt es, welche Symptome zeigen sich und was hat Schädel-Hirn-Trauma eigentlich mit Persönlichkeitsveränderungen zu tun? 
Schädel-Hirn-Verletzungen haben zumeist beträchtliche Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten, die Sprache oder die Emotionsverarbeitung. Solche Erkrankungen erfordern ein hohes Maß an Anpassungsprozessen für Klientinnen und Klienten. Jede Person bringt hierbei aus der Biografie heraus verschiedene Ressourcen für diese Bewältigung mit. Die Veränderungen haben
Auswirkungen auf die Verhaltenssteuerung und die sozialen Fertigkeiten der Betroffenen. Im Seminar werden verschiedene Formen von Verhaltensproblemen und deren Entstehung thematisiert. Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen stellen eine große Herausforderung für das betreuende Fachpersonal dar, insbesondere in der Langzeitbetreuung. Nicht selten entstehen ethische und
zwischenmenschliche Konflikte. Im Seminar werden an eigenen Beispielen aus dem beruflichen Alltag persönliches Verhalten und Gefühle im Umgang mit den Rehabilitanden reflektiert sowie klientenzentrierte und selbstfürsorgliche Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Inhalte:

  • Störungen der Verhaltenssteuerungen und Persönlichkeitsveränderungen nach SHT
  • Umgang mit Verhaltensstörungen im Kontext eingeschränkter kognitiver Fähigkeiten und der Krankheitsverarbeitung der Betroffenen
  • Reflektion eigenen Handelns im Kontext ethischer Konflikte

Referierende: PD Dr. Christian Dohle (Leitender Arzt im P.A.N. Zentrum); Petra Thiem (Praxis für Ambulante Neuropsychologie Potsdam)

21.04.2026 9:00–12:00 Uhr P.A.N. Zentrum
15.09.2026 9:00-12:00 Uhr P.A.N. Zentrum

Kosten: 80 Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Die Macht der Sprache: Wertschätzende Kommunikation mit Menschen mit Behinderung

Wie wirken unsere Worte – und wie können schon kleine Veränderungen in der Sprache den Alltag erleichtern? In diesem praxisnahen Seminar erfahren Sie, wie Kommunikation mit Menschen mit Behinderung respektvoll, klar und wirksam gelingt. Sie lernen, sprachliche Barrieren zu erkennen und abzubauen, Ihre eigene Haltung zu reflektieren und Begegnungen auf Augenhöhe zu gestalten. Anhand von Beispielen aus dem Berufsalltag und praktischen Übungen erleben Sie unmittelbar,wie Sprache Beziehungen stärken oder schwächen kann – und wie Sie Ihr Handeln bewusster ausrichten. Im Mittelpunkt stehen die Wirkung von Sprache und Wording, das Erkennen und Vermeiden von Adultismus und Ableismus sowie Methoden für eine respektvolle und klare Ausdrucksweise. Ergänzend werden Übungen zur Reflexion eigener Denk- und Wahrnehmungsmuster durchgeführt, die auch nonverbale Kommunikation und die Bedeutung von Berührung einbeziehen. Ziel ist es, die eigene Praxis zu hinterfragen und neue Handlungsmöglichkeiten für den beruflichen Alltag zu entwickeln. 

Dieses Seminar richtet sich an Mitarbeitende in der Behindertenhilfe, die ihre Kommunikation reflektieren und ihre sprachlichen Kompetenzen im Umgang mit Assistenznehmenden erweitern möchten.

Referentin: Martina Götschel (Fachtrainerin, Heilerziehungspflegerin, Ausbilderin Basale Stimulation®, Kinaesthetics Trainerin, Palliative Care Fachkraft)

30.04.2026 9:30–16:30 Uhr P.A.N. Zentrum
09.10.2026 9:30-16:30 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220,- Euro

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Medizinisch-Therapeutisches Wissen

Schlaganfall – Schwerpunkt Apraxie

Der erste Teil führt allgemein in das Thema Neurologie ein, um davon ausgehend das Krankheitsbild Schlaganfall zu beleuchten. Hier erhalten Sie u.a. Antworten auf die Fragen: Was ist ein Schlaganfall? Was passiert im Körper bei einem Schlaganfall? Welche Auswirkungen hat ein Schlaganfall und was sind die häufigsten Symptome? Mit Bezug zu medizinischen Informationen und zur ärztlichen Sicht auf die Rehabilitation von Schlaganfällen werden ergotherapeutische Grundlagen und Therapieansätze bei Apraxie dargestellt. Die ergotherapeutischen Inhalte während des Aufenthaltes im P.A.N. Zentrum werden
mit dem Fokus auf die Methoden und Mittel, die eine möglichst selbstständige Wohnform
ermöglichen dargestellt. Wie arbeiten wir mit den Klientinnen und Klienten mit Apraxie individuell an den Themen Selbstversorgung, Mobilität und Freizeit? Wie kann sich Funktion noch verbessern und wann empfehlen wir Kompensationen? Weswegen bewältigt z.B. ein Klient den Weg und einen Einkauf selbstständig und eine andere Klientin nutzt für alle Wege den Sonderfahrdienst? Inwiefern ist die Information der Bezugspersonen wichtig? Wir freuen uns auf den Erfahrungsaustausch und eine rege Diskussion.

Referierende: PD Dr. Christian Dohle (Leitender Arzt, P.A.N. Zentrum); Julia Knape (Ergotherapeutin, P.A.N. Zentrum)

19.05.2026 9:00–12:00 Uhr P.A.N. Zentrum
29.09.2026 9:00–12:00 Uhr
 P.A.N. Zentrum

Kosten: 80 Euro

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Methoden für die praktische Arbeit

Ziel- und Leistungsplanung mit Unterstützter Kommunikation gestalten

Viele Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind in ihrer Lautsprache eingeschränkt oder gar nicht sprechend. Unterstützte Kommunikation (UK) kann ihnen helfen, sich auszudrücken, Wünsche zu äußern und aktiv an Planungsprozessen teilzuhaben. Damit Ziel- und Leistungsplanung wirklich partizipativ gestaltet werden kann, braucht es Wissen über UK-Modelle sowie geeignete Instrumente zur Beobachtung und Dokumentation. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Ziel- und Leistungsplanung auch für Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf zugänglich gemacht werden kann. Dabei werden das TIB-Verfahren sowie das ICF-Modell vorgestellt, praxisnah geübt und in Verbindung mit UK-Methoden reflektiert. Die Teilnehmenden lernen verschiedene Materialien und Werkzeuge kennen, z. B. den Kommunikationsordner „Alle Neune“ oder spezifische Beobachtungsbögen, die Sie in Fallbeispielen direkt anwenden können.

Schwerpunkte der Veranstaltung:

  • Einführung in die Unterstützte Kommunikation (UK)
  • Unterschiede zwischen TIB- und HMBW-Verfahren
  • Ziel- und Leistungsplanung auf Grundlage des ICF-Modells
  • UK-Modelle, Beobachtungsbogen und Materialien in der Praxis
  • Gruppenarbeit mit Fallbeispielen

Referierende: Claudia Diana (Heilerziehungspflegerin, Fachberaterin für UK); Sevda Camak (Soziologin, Erzieherin und Fachkraft für UK)

04.06.2026 9:00–17:00 Uhr P.A.N. Zentrum

Kosten: 220 Euro

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Methoden für praktische Arbeit

Teilhabebedarfe: Ermitteln – beschreiben – begründen

Diese Fortbildung richtet sich an Mitarbeitende in der Eingliederungshilfe, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit mit dem Thema Hilfebedarfserhebung und Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderungen auseinandersetzen müssen. Im Zuge von Umstellung BTHG und Einführung ICF-orientierte Bedarfsinstrumente verändern sich die Anforderungen an die tägliche Arbeit. Der Wille der Person steht im Vordergrund, aber nicht jede/r hat Zugang zu seinen Wünschen und Bedürfnissen. In der Veranstaltung werden Methoden ausprobiert, um den Teilhabebedarf gemeinsam mit dem Menschen ermitteln. Im nächsten Schritt werden die Bedarfe ICF orientiert beschrieben, um diese gegenüber dem Kostenträger zu vertreten. Dabei werden Begriffe wie Empowerment und die professionelle Dienstleistungserbringung näher beleuchtet.
Lerninhalte:

  • Wünsche und Bedürfnisse der Menschen herausfinden
  • ICF-rientierte Beschreibung von Bedarfen
  • Vertretung der Bedarfe gegenüber dem Kostenträger auch bei Mehrbedarf
  • Beschreibung vom „unsichtbaren Arbeitsalltag“

Referentin: Heike Schaumburg (Dipl. Pädagogin, Coach, Trainerin)

11.06.2026 9:30–16:30 Uhr Villa-Umbauquartier
06.10.2026 9:30-16:30 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220 Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Suizidprävention in der Praxis – Suizidalität erkennen, einschätzen und begleiten

Menschen mit schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns weisen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein erhöhtes Suizidrisiko auf. Daher ist es in der Behandlung und Betreuung dieser Personen besonders relevant, gezielt Räume für die Auseinandersetzung mit dem Thema Suizidalität zu schaffen, in denen Gedanken, Impulse und Absichten offen angesprochen werden können. Die Beleuchtung möglicher Hintergründe, Motive und Auslöser suizidalen Erlebens und Verhaltens soll das Verständnis sowie die Empathie für die Innenwelt suizidaler Klientinnen und Klienten vertiefen. Durch die Vermittlung von Leitfragen, Explorationsstrategien und praktischen Interventionsansätze sollen Kompetenzen in der Risikoabschätzung und Krisenintervention gestärkt werden. Ziel der Fortbildung ist es, eigene Unsicherheiten und Ängste im Umgang mit dem Thema Suizidalität abzubauen, für Risikofaktoren und Warnhinweise bei suizidalen Klientinnen und Klienten sensibilisiert zu werden und Handlungssicherheit in der Abklärung sowie im Umgang mit suizidalen Krisen zu gewinnen. Darüber hinaus soll die Reflexion der eigenen Haltung gegenüber Suiziden angeregt werden, um betroffene Klientinnen und Klienten einfühlsam und professionell begleiten und unterstützen zu können.
Um die Fortbildung möglichst nah an Ihrem Arbeitsalltag zu gestalten, schicken Sie Ihre Fragen und Beispiele zum Thema im Vorfeld gern per E-Mail an Mirjam Mirwald

Referentin: Natalia Ducka (M.Sc. Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin) 

04.09.2026 9:00–16:00 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220,-  Euro

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Methoden für die praktische Arbeit

Die ICF als Grundlage gelingender Teilhabeplanung

Die ICF – Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit – bildet eine zentrale Grundlage für eine fachlich fundierte und wirksame Teilhabeplanung. Sie unterstützt Fachkräfte der Eingliederungshilfe dabei, Ressourcen, Beeinträchtigungen und Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderungen strukturiert zu erfassen und verständlich darzustellen. In diesem Seminar erhalten Sie einen fundierten Überblick über Aufbau und Anwendung der ICF und erproben, wie Sie dieses Werkzeug gezielt in der Praxis einsetzen können. Theorie und Praxis werden miteinander verknüpft, sodass Sie das Gelernte unmittelbar auf Ihre Arbeit übertragen können.
Inhalte des Seminars:

  • Aufbau und Struktur der ICF verstehen
  • Die ICF als Werkzeug zur Beschreibung von Teilhabe und Ressourcen nutzen
  • Anwendung der ICF anhand konkreter Fallbeispiele
  • Transfer der ICF-Struktur auf das Teilhabeinstrument TIB
  • Reflexion: Wie kann die ICF die Teilhabeplanung im Arbeitsalltag unterstützen?

Ziel des Seminars:
Nach der Fortbildung können Sie die ICF sicher in Ihrer täglichen Arbeit einsetzen und als wertvolles Instrument nutzen, um Teilhabeprozesse fachlich zu fundieren, Ressourcen sichtbar zu machen und Planungen nachvollziehbar zu gestalten.

Referentin: Andrea Deuschle (Dipl. Haushaltsökonomin, ITP-Trainerin)

23.092026 9:00–17:00 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220 Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Arbeit in schwierigen Angehörigenkonstellationen

Die Arbeit mit Menschen nach einer erworbenen Hirnschädigung erfordert nicht nur fachliche Kompetenz im direkten Kontakt mit den Betroffenen, sondern auch ein sensibles und professionelles Vorgehen im Umgang mit ihren Angehörigen. Unterschiedliche Erwartungen, Belastungen und Konflikte können für das Betreuungspersonal eine große Herausforderung darstellen. In diesem Seminar erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Strategien, um Angehörige besser zu verstehen und konstruktiv in schwierigen Situationen zu begleiten. Neben der Vermittlung von Hintergrundwissen (auf Basis der Gewaltfreien Kommunikation) erarbeiten wir gemeinsam Handlungsmöglichkeiten anhand von Beispielen aus dem Arbeitsalltag. mit dem Ziel Empathie und Verständnis zeigen zu können, ohne die eigenen Grenzen aus den Augen zu verlieren. 
Inhalte:

  • Kurzer Input GFK
  • Typische Dynamiken in Angehörigenbeziehungen
  • Belastungen, Erwartungen und Konfliktpotenziale erkennen
  • Kommunikationstechniken zur Deeskalation und Klärung
  • Eigene Haltung und professionelle Grenzen stärken

Referentin: Marion Basteck (Sozialpädagogin, Gestalttherapeutin, Anti-Gewalttrainerin)

09.11.2026 9:00–16:30 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220 Euro

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Berufspraxis Pädagogik und Pflege

Begleiten in Zeiten des Abschieds – Sterben, Tod und Trauer im Betreuungsalltag

Trauer und Verlust sind Lebenserfahrungen eines jeden Menschen. Der Tod gehört zum Leben – und dennoch ist er oft mit Sprachlosigkeit, Unsicherheit und Berührungsängsten verbunden. Zugleich gibt es oft aber auch den Wunsch und die Neugierde, mehr darüber sprechen und wissen zu wollen. Wenn Mitbewohner*innen, Angehörige oder Mitarbeitende sterben, macht das etwas mit uns – sowohl mit den betreuten Menschen als auch mit den Betreuungskräften selbst.
Inhalte:

  • Wie kann ich über den Tod sprechen?
  • Woran erkenne ich Trauer bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen?
  • Wie können Bewohner*innen sowohl im Sterben als auch in der Trauer gut begleitet werden?

Das Seminar bietet Raum sich dem Thema gemeinschaftlich und geschützt anzunähern, die eigene Haltung zu Tod, Trauer und Sterben zu erkunden, sich auszutauschen und konkrete Handlungsmöglichkeiten kennenzulernen. Ein Ziel ist es, den Umgang mit Tod, Trauer und Sterben als natürliche Kompetenz zu erfahren, die jedem Menschen zur Verfügung steht. Gern können Sie im Vorfeld konkrete Fragen zum Thema per E-Mail an Mirjam Mirwald schicken.

Referentin: Petra Runggaldier (Dipl.-Heilpädagogin und Supervisorin DGsV)

13.11.2026 9:00–17:00 Uhr Villa-Umbauquartier

Kosten: 220 Euro

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