25 Jahre Seehotel Rheinsberg
Berlin/Rheinsberg, 26. Juni 2026 – Das Seehotel Rheinsberg, ein Leuchtturmprojekt der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin, feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Am 28. Juni 2001 wurde das Haus – damals noch unter dem Namen „HausRheinsberg" – in Anwesenheit des damaligen brandenburgischen Ministerpräsidenten Dr. Manfred Stolpe feierlich eröffnet. Seitdem hat sich das Vier-Sterne-Hotel am Grienericksee zum größten barrierefreien Hotel Deutschlands und zu einem international beachteten Vorbild für inklusiven Tourismus entwickelt. Mit 104 Zimmern, 183 Betten, sechs Appartements, einem Schwimmbad, einer Sauna, einem Dampfbad und einer Sporthalle bietet das Haus heute Erholung, Begegnung und Sport für alle – ganz im Sinne des Leitsatzes der Fürst Donnersmarck-Stiftung: „Mittendrin, so wie ich bin."
„Dieses Jubiläum gehört in erster Linie den Mitarbeitenden, die Tag für Tag mit Leidenschaft und Professionalität dafür sorgen, dass sich alle Gäste willkommen fühlen“
sagt Leopold von Bredow, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung.
„Es gehört aber auch den Wegbereitern, deren Vision diesen besonderen Ort erst möglich gemacht hat. Das Seehotel ist seit einem Vierteljahrhundert ein leuchtendes Beispiel, dass barrierefreier Tourismus auf höchstem Niveau möglich ist und in eine Stadt hineinwirken kann.“
Sommerfest und Feierlichkeiten am Vortag des Jahrestags
Anlässlich des silbernen Jubiläums lädt das Seehotel Rheinsberg bereits am Samstag, den 27. Juni – einen Tag vor dem eigentlichen Jahrestag der Eröffnung – zum großen Sommerfest ein. Zwischen 12:00 und 17:00 Uhr erwartet die Gäste ein entspannter Nachmittag in sommerlicher Atmosphäre direkt am Wasser, mit gekühlten Getränken, kleinen Köstlichkeiten sowie Kaffee und frisch gebackenem Kuchen. Das abwechslungsreiche Programm richtet sich an die ganze Familie.
Herzstück der Feierlichkeiten ist ein Festakt gegen 12:30 Uhr mit einer Podiumsdiskussion zum Thema „Seehotel Rheinsberg: Gestern – Heute – Morgen", die den Blick auf die Anfänge des Hauses, seine heutige Bedeutung und die Perspektiven für die kommenden Jahre richtet. Darüber hinaus können die Gäste im Hotel eine Ausstellung zur Entstehungsgeschichte des Seehotels mit einigen interessanten Ausstellungsstücken besichtigen, die den Bogen von der ersten Idee Anfang der 1990er Jahre über den Baubeginn 1999 bis in die Gegenwart spannt.
Stefan von Schlotheim, Geschäftsführer der FDS Hotel gGmbH, unterstreicht die Bedeutung des Teams:
„Die schönste Bestätigung für 25 Jahre Seehotel Rheinsberg kommt von unseren Gästen selbst – durch ihre Treue und ihre Dankbarkeit. Dahinter steht ein Team, das trotz der Herausforderung des Fachkräftemangels Außergewöhnliches leistet. Hotellerie auf hohem Niveau und eine aufrichtige, offene Haltung gegenüber Reisenden mit Behinderung – beides gehört bei uns untrennbar zusammen. Genau diese Einstellung unserer Mitarbeitenden ist das Fundament unseres Erfolgs.“
Vom Traum zur Realität: Die Entstehungsgeschichte
Die Wurzeln des Seehotels reichen bis in die Zeit kurz nach der Wiedervereinigung Deutschlands zurück. Anfang der 1990er Jahre fand im Zuge des damaligen 75. Stiftungsjubiläums die Zukunftswerkstatt „Stiftung 2000" statt. In diesem Rahmen entstand die Idee, neben dem damaligen etablierten Gästehaus der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin, dem jetzigen Heidehotel in Bad Bevensen ein zweites touristisches Angebot zu schaffen. Zunächst war weder das Format – man diskutierte über eine barrierefreie internationale Tagesstätte, ein Gästehaus oder eine reine Freizeitanlage – noch der Standort festgelegt. 1995 fiel dann die Entscheidung des Kuratoriums: Es sollte ein weiteres Hotel werden, und zwar auf einem Grundstück mit Wasserzugang direkt am Grienericksee im idyllischen Rheinsberg.
Die prominente Lage in Sichtweite des Schlosses Rheinsberg brachte jedoch Herausforderungen mit sich. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten befürchtete, der Neubau könne die historische Silhouette der Stadt verändern. Erst eine ebenso kreative wie überzeugende Demonstration der geplanten Giebelhöhen – mithilfe farbiger, gasbefüllter Ballons – konnte die Bedenken ausräumen. Im Oktober 1999 erfolgte schließlich der erste Spatenstich. Die Innenausstattung wurde von Beginn an zweigleisig gedacht: technische Barrierefreiheit auf der einen Seite und der Charakter eines First-Class-Hotels auf der anderen, bis hin zu einer eigens für das Haus angeschafften Kunstsammlung. Weniger als zwei Jahre nach Baubeginn, am 28. Juni 2001, wurde das Seehotel Rheinsberg eingeweiht – und war vom ersten Tag an das größte barrierefreie Hotel Deutschlands.
Ein Ort, der in die Region hineinwirkt
Das Seehotel war von Anfang an weit mehr als ein Hotelbetrieb. Es strahlte in die gesamte Umgebung aus: Barrierefreie Zugänge entstanden im benachbarten Schloss Rheinsberg, neue Dienstleistungen wie rollstuhlgerechte Kutschfahrten wurden geschaffen, und in der Region entstanden Arbeits- und Ausbildungsplätze, die bis heute Menschen mit und ohne Behinderung zugutekommen. Mit rund 54 Vollzeitkräften und etwa 39.500 Übernachtungen pro Jahr hat sich das Seehotel als bedeutender Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in der touristischen Region Brandenburgischen Seenplatte fest etabliert.
Dabei bewies das Haus auch in schwierigen Zeiten Widerstandskraft und Einfallsreichtum. Als die Deutsche Bahn 2007 die Bahnverbindung nach Rheinsberg ausdünnte, reagierte das Seehotel pragmatisch mit der Einrichtung eines eigenen Shuttle-Service ab Gransee und Berlin. Die größte Bewährungsprobe brachte die Corona-Pandemie: Die Hygienemaßnahmen zwischen März 2020 und Februar 2022 führten zu einem zeitweisen Erliegen des Hotelbetriebs. Doch das Seehotel erholte sich bemerkenswert schnell – bereits 2023 überstieg die Zahl der Buchungen sogar die Werte aus der Zeit vor der Pandemie.
Ein Konzept, das überzeugt – und ein Blick nach vorn
Das Erfolgsrezept des Seehotels Rheinsberg liegt in der Verbindung von konsequenter Barrierefreiheit und anspruchsvoller Hotellerie. Das Haus ist DEHOGA als Vier-Sterne-Hotel zertifiziert und trägt das Zertifikat „Reisen für Alle". Es hat sich als gefragter Veranstaltungsort für Kongresse, als Trainingsstandort für den Behindertensport und als Urlaubsziel für Familien, Paare und Reisegruppen gleichermaßen einen Namen gemacht. Barrierefreiheit wird hier nicht als Einschränkung verstanden, sondern als Qualitätsmerkmal, von dem alle Gäste profitieren.
Auch nach einem Vierteljahrhundert bleibt das Seehotel Rheinsberg ein Ort mit Zukunft. Das 25-jährige Jubiläum ist dabei nicht nur Anlass zum Feiern und Zurückblicken, sondern auch eine Einladung, den Weg zu einem inklusiven Tourismus gemeinsam weiterzugehen – damit noch viele weitere Generationen von Gästen erleben können, was es bedeutet, willkommen zu sein: mittendrin, so wie sie sind.
Über die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin
Seit ihrer Gründung durch Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck im Jahr 1916 setzt sich die Fürst Donnersmarck-Stiftung für die Belange von Menschen mit Behinderung ein. Die Stiftung gestaltet innovative Angebote in den Bereichen Rehabilitation, Betreuung, Forschung, Freizeit, Bildung, Beratung und Touristik – für und mit Menschen mit Behinderung. Sie versteht sich als Partnerin und Motor auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft.
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