Forschung

Rückblick auf das 5. Forschungssymposium

Zwei Tage lang haben sich die Teilnehmenden mit dem Thema Künstliche Intelligenz in der Neurorehabilitation beschäftigt.
21.09.2026

Zwei Tage Austausch zum Thema Künstliche Intelligenz in der Neurorehabilitation

Am 17. und 18. September fand das diesjährige Forschungssymposium der Fürst Donnersmarck-Stiftung zum Thema „Künstliche Intelligenz in der Neurorehabilitation“ statt. Die Auftaktveranstaltung im Hotel Meliá Berlin und der zweite Symposiumstag im P.A.N. Zentrum boten den Teilnehmenden zahlreiche Gelegenheiten für fachlichen Austausch, anregende Diskussionen und neue Impulse.

Der erste Tag des 5. Forschungssymposiums

In Vorträgen und Gesprächsrunden wurden aktuelle Forschungsansätze, innovative Anwendungsmöglichkeiten und zukünftige Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz in der Neurorehabilitation vorgestellt und diskutiert.

Den Auftakt machte Prof. Dr. Knecht mit seiner Keynote „Werkzeug und Spiegel – KI in der Neurorehabilitation“. Anschließend beleuchtete Stephanie Jansen-Kosterink in ihrem Vortrag „Wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz die Neurorehabilitation verändern werden“ die Potenziale neuer Technologien für Therapie und Rehabilitation.

Mit „Hans – dem empathischen Roboter“ stellten Nils Braun und Dana Hieronimus einen innovativen Ansatz für die Interaktion zwischen Mensch und Technologie vor. Iman Ismail-Martens widmete sich in ihrem Vortrag „KI trifft Coaching: Werkzeug oder Risiko?“ den Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz im Coaching-Kontext. Einen bewusst kritischen Blick auf das Thema warf Jürgen Geuter mit seinem Beitrag „Macht uns die KI dümmer?“, der zu lebhaften Diskussionen anregte.

Der erste Tag fand im Hotel Melia statt.

Fortsetzung am zweiten Tag

Am zweiten Veranstaltungstag wurden weitere spannende Anwendungsfelder der Künstlichen Intelligenz vorgestellt: Prof. Christian Schlenstedt berichtete über das Potenzial von KI zur Erfassung von Freezing unter Alltagsbedingungen bei Morbus Parkinson und gab ein Update zur AID-FOG-Studie. Dr.-Ing. Sabine Janzen sprach über die Unterstützung bei Therapieentscheidungen für Menschen mit eingeschränkter Handlungsfähigkeit. Prof. Dr.-Ing. Jan-Niklas Voigt-Antons beleuchtete Einsatzmöglichkeiten von KI in der Pflege, während Prof. Dr. Marc Augustin mit seinem Vortrag „KI-assoziierte Psychose und Suizidalität: Wenn ein ,Etwas‘ zum ,Jemand‘ wird“ einen weiteren kritischen Aspekt in die Diskussion einbrachte.

Abgerundet wurde das Programm durch Beiträge von Laura Hahn zum Einsatz von KI in der Logopädie, Anina Klaus zum Einsatz KI-gestützter Übersetzung bei Dysarthrie sowie eine Gesprächsrunde mit Hans, dem empathischen Roboter, moderiert von Nils Braun und Dana Hieronimus.

Am zweiten Tag ging es im P.A.N. Zentrum weiter.

Ein voller Erfolg

Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven machten das Symposium so wertvoll. Sie zeigten, dass eine fundierte Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz weit mehr braucht als technische Möglichkeiten allein: nämlich kritisches Denken, fachlichen Austausch und die Bereitschaft, neue Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

Ein besonderer Dank gilt dem Team der Forschungsabteilung der Fürst Donnersmarck-Stiftung sowie allen Organisatorinnen und Organisatoren, die mit großem Engagement zur erfolgreichen Durchführung der Veranstaltung beigetragen haben.