Die Rolle der Architektur in der Neurorehabilitation
Mit dem Forschungsprojekt „RAN – Rolle der Architektur in der Neurorehabilitation“ untersucht die Fürst Donnersmarck-Stiftung gemeinsam mit dem Zentrum für Post-Akute Neurorehabilitation (P.A.N. Zentrum) und der Technischen Universität Wien, wie die bauliche Gestaltung einer Rehabilitationseinrichtung den Alltag von Rehabilitand*innen prägt.
Im Fokus stehen Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen, die im P.A.N. Zentrum in Berlin-Frohnau über einen Zeitraum von durchschnittlich 18 Monaten rehabilitiert werden. Die Studie geht der Frage nach, wie sich Architektur auf Aktivität, Teilhabe und Wohlbefinden auswirkt – zum Beispiel durch die Gestaltung von Fluren, Gemeinschafts- und Rückzugsräumen oder Wegen im Gebäude und auf dem Außengelände.
Methodisch kombiniert RAN Verhaltensbeobachtungen, standardisierte Fragebögen zum subjektiven Erleben der Umgebung, klinische Routinedaten sowie sensorgestützte Bewegungsdaten. So entsteht ein umfassendes Bild darüber, wie Rehabilitand*innen die Räume nutzen, wahrnehmen und bewerten.
Kooperationspartnerin im Projekt ist Prof. Dr.-Ing. Maja Kevdzija vom Institut für Architektur und Entwerfen der Technischen Universität Wien. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf architektonischen Konzepten, die motorische, soziale und kognitive Aktivität von neurologischen Patient*innen in der Rehabilitation fördern.
Die Ergebnisse von RAN sollen evidenzbasierte Empfehlungen für die Planung und Weiterentwicklung von Rehabilitationsarchitektur liefern – und damit langfristig bessere Bedingungen für eine aktive, sozial eingebundene und selbstbestimmte Rehabilitation schaffen.