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APPs - Digitale Assistenten im Alltagstest

Jour Fixe appsolut hilfreich - Das Plakt zur genanten Veranstaltung forografiert von einem Aufsteller. Links daneben steht ein Blumenkübel.

Auf dem Jour Fixe am 22.4.2015 in der Villa Donnersmarck Jour fixe warfen Podium und Publikum einen praxisnahen Blick auf diese „digitale Assistenten“, wie sie funktionieren, für wen es Angebote gibt und wie sie entwickelt werden. Die Gesprächsrunde fand im Rahmen der 6. Berliner Stiftungswoche 2015 statt.

Von der Taschenlampe bis hin zum Navigationsgerät: Mit Apps (kurz für Applikationen = Anwenderprogramme für Smartphones und Tablets) kann jeder Smartphone – und Tabletnutzer seine mobilen Geräte in scheinbar alles verwandeln. Wenn der Nutzen mancher Apps mitunter recht fraglich erscheint, unter den mittlerweile über eine Million Miniprogrammen befinden sich welche, die in Kombination mit den Funktionen der mobilen Endgeräte eine echte Alltagserleichterung sein können, gerade wenn man sein Leben mit einer Behinderung lebt.

Dass man kein Technikspezialist sein muss, um eine App für die Unterstützung im Alltag mit Behinderung zu entwickeln, machte Doreen Kröber, Ideengeberin, Projektleiterin und Co-Entwicklerin von „Let Me Talk“-App deutlich. Gemeinsam mit einem Programmierer entwickelte die Inklusionsaktivistin eine kostenlose App für ihren mit Autismus lebenden Sohn. Mit der App, die Bilder in Sprache umwandelt, ist es dem Jungen möglich, mit besser mit seiner Umgebung zu kommunizieren und dafür statt eines speziellen Talker-Gerätes ein Smartphone zu nutzen, was für Jugendliche ein normaler Alltagsgegenstand ist. Diese App sei als digitaler Helfer auch für andere Menschen mit einer Sprachbehinderung interessant, z.B. für Aphasiker.

 

Der Abend als Hörbericht

Jour Fixe appsolut hilfreich - Ein Rollstuhlfahrer mit Kopfhörern auf den Ohren mit Blick auf sein Smartphone, welches an der seitlichen Rollstuhlbedienung befestigt ist.

Sehbehinderte Smartphonenutzer brauchen eine Voiceoversoftware, um den glatten Touchscreen überhaupt zu nutzen. Mandy Wolff und Hauke Brandt vom „Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein (ABSV) demonstrierten, wie Apps sich über die Sprachausgabe ihrer Mobilgeräte bedienen lassen.

Die bekannteste App für Rollstuhlnutzer, die „Wheelmap“-App, stellte Adina Hermann von „Sozialhelden e.V.“ vor.

"Wheelmap" wie auch "LetMeTalk" sind kostenlos verfügbar. Im Allgemeinen brauchen Apps einen Internetzugang, um zu funktionieren. So sehr Apps auch im Alltag unterstützen können, als Hilfsmittel lassen sich Geräte, Anwendungen oder Verbindungskosten nicht abrechnen.
Die „digitale Assistenten“ mit ihren Möglichkeiten werden auch in Zukunft für Menschen mit Behinderung den großen Unterschied machen, so das Fazit der Veranstaltung.

Die Zusammenfassung des Abends in einem podcast.

 

 

Hörbericht

Ein Kopfhörer als schwarze Strichzeichnung vor weißem Hintergrund

Audiobericht mit Transkription

 

Berliner Stiftungswoche 2015