
Er spürte ein Bedürfnis nach Bedeutung für andere. Und so gehe es auch vielen anderen Menschen. Die seien ein Grund für das Wachsen einer – von Dörner sogenannten - „Neuen sozialen Bewegung“, die seit den 80-er Jahren vielfältig aktiv sei. Dazu zählt er Nachbarschaftshäuser und -vereine, Selbsthilfegruppen, aber auch Hospize, Bürgerstiftungen und die wiederentdeckte Familienpflege. Es handelt sich dabei um eine bunt gemischte Bewegung:
O-Ton: Wenn man nach Gemeinsamkeiten sucht, stellt man fest, das sind Leute, die spüren, dass sie sich in einem gewissen Umfang auch für andere Menschen engagieren müssen. Leute sehen sich gerade zu verurteilt dazu, sich für andere zu engagieren. Das hängt damit zusammen, dass immer mehr Menschen an zu viel freier Zeit leiden. Man kann freie Zeit nur bis zu einem Optimum genießen, wenn man mehr davon hat, dann fängt man an darunter zu leiden. Dann braucht man, um sich gewissermaßen sozial zu erden, als „Therapie“ dagegen eine bestimmte Tagesdosis an Bedeutung für andere.