Forschungspreis 2021 der Fürst Donnersmarck-Stiftung

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Der Forschungspreis

Einladung zur Teilnahme

Jährlich erleiden bundesweit rund 270.000 Menschen schwere Schädel-Hirn-Schädigungen aufgrund von Unfällen, Schlaganfällen und neurologischen Erkrankungen. Um den Blick vor allem im wissenschaftlichen Raum auf diese Fälle der Versorgungsforschung zu richten, hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung den bundesweit einmaligen, mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis ausgelobt. Mit dem Preis möchte sie die Entwicklung wirkungsvoller Methoden und Therapien fördern.

Der Preis ist eng mit der neurologischen Arbeit des P.A.N. Zentrums für Post-Akute Neurorehabilitation im Fürst Donnersmarck-Haus in Berlin-Frohnau verbunden: Aktuelle Forschungsergebnisse werden in die wegweisende Arbeit des P.A.N. Zentrums einbezogen.

 

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1916 errichtete Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarck die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin als „größere Kur- und Heilanstalt“ für Kriegsverletzte, verbunden mit einer „Forschungsstätte für die wissenschaftliche Verarbeitung und therapeutische Verwertung der im jetzigen Kriege gesammelten ärztlichen Erfahrungen“.

Heute widmet sich die Stiftung mit verschiedenen Angeboten der Rehabilitation und Förderung von körper- und mehrfachbehinderten Menschen. Gleichzeitig setzt sie sich zum Ziel, auch Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Rehabilitation zu unterstützen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf neurologischer Rehabilitation.

So hat das Kuratorium im Jahre 2006 anlässlich 90-jährigen Bestehens der Stiftung einen Forschungspreis auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation erstmals ausgelobt, der 2021 zum sechsten Mal verliehen wird.

 

Der Ausschreibungstext im Wortlaut

Das Kuratorium der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin, die sich mit der Rehabilitation von Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung befasst, vergibt im Rahmen der Stiftungssatzung einen Forschungspreis zur Neurorehabilitation.

Der Preis ist mit 30.000,– Euro dotiert. Er kann geteilt werden. Zusätzlich können bis zu fünf Belobigungen ausgesprochen werden, die mit jeweils Euro 3.000,– ausgestattet sind.

Ausgezeichnet werden soll eine aktuelle wissenschaftliche Forschungsarbeit im Bereich der neurologischen Rehabilitation von Menschen mit erworbener Schädigung des Nervensystems. Der Schwerpunkt der Arbeit soll auf nach-klinischer Langzeitrehabilitation liegen. Prämiert werden interdisziplinäre Rehabilitationskonzepte und -methoden sowie wissenschaftliche Wirksamkeits- und Effizienznachweise (Outcome-Forschung), wie sie in der Praxis, insbesondere von Rehabilitationsanbietern, Kostenträgern und politischen Institutionen, benötigt werden (sozialökonomische Effekte). Besonders berücksichtigt werden Arbeiten aus dem neueren Feld der Teilhabeforschung, die Menschen mit Behinderung selbst am Forschungsprozess direkt beteiligen.

Angenommen werden Examens- und Doktorarbeiten sowie Habilitationsschriften, veröffentlichte Projektberichte, Buchveröffentlichungen und Fachartikel in deutscher oder englischer Sprache, deren Abschluss nicht länger als zwei Jahre zurückliegt.

Über die Vergabe des Preises entscheidet das Kuratorium der Stiftung auf der Grundlage des Vorschlages einer Jury, die sich aus mit Rehabilitation befassten Wissenschaftlern aus den Bereichen Medizin, Psychologie und Sozialwissenschaften zusammensetzt.

Arbeiten, die unter Verantwortung, Betreuung, Ko-Autorenschaft, Autorenschaft oder Mitarbeit eines Jurymitglieds entstanden sind, sind von der Teilnahme am Forschungspreis ausgeschlossen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung und folgende Unterlagen als Datei im pdf-Format:

  1. Ihre zu jurierende wissenschaftliche Arbeit, ergänzt durch eine Zusammenfassung,
  2. Begründung der Bewerbung im Hinblick auf die Ausschreibungsziele,
  3. Lebenslauf mit wissenschaftlichem Werdegang.
  4. Eine unterzeichnete Erklärung, dass Ihre Arbeit nicht unter Verantwortung, Betreuung, Ko-Autorenschaft, Autorenschaft oder Mitarbeit eines Jurymitglieds entstanden ist.

Der Rechtsweg gegen die Entscheidung des Kuratoriums ist ausgeschlossen.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis zum 30.06.2021 an forschungspreis@fdst.de


Rückfragen zu richten an:

Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin
Dalandweg 19
D -12167 Berlin

Tel: (030) 769 700 12
Fax: (030) 769 700 28
E-Mail: forschungspreis@fdst.de

 

Die Jury

Vorsitz:

Prof. Dr. med. Gereon Fink

Direktor der Neurologischen Klinik,
Klinikum der Universität zu  Köln
Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM3),
Forschungszentrum Jülich
Kuratoriumsmitglied der Fürst Donnersmarck-Stiftung

Mitglieder:

Prof. Dr. rer. pol. Karl Wegscheider
Institut für Medizinische
Biometrie und Epidemiologie,
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Prof. Dr. phil. Dr. med. Manfred Herrmann
Zentrum für Kognitionswissenschaften,
Direktor der Abteilung für Neuro-Psychologie und Verhaltensneurobiologie,
Universität Bremen

Prof. Dr. med. Stefan Knecht

Chefarzt der Klinik für Neurologie der St. Mauritius Therapieklinik Meerbusch
Universitätsklinikum Düsseldorf

Prof. Dr. phil. Markus Schäfers
Professor für Rehabilitation und Teilhabe im Sozialraumbezug
Hochschule Fulda

Prof. Dr. rer. soc. Bettina Mohr-Pulvermüller
Zentrum für Neuropsychologie und
Intensive Srachtherapie, Berlin
und Klinik für Psychiatrie und
Psychotherapie (CBF) Charité - 
Universitätsmedizin Berlin

 

 

Hintergrund

Über den Forschungspreis

Schädigungen des Nervensystems gehören zu den häufigsten Ursachen für erworbene Behinderungen – beispielsweise erleiden jährlich bundesweit rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall. Viele Betroffene benötigen auch nach der Akutversorgung intensive Rehabilitation sowie zukunftsweisende Behandlungskonzepte. Die Fürst Donnersmarck-Stiftung hat 2021 zum sechsten Mal den renommierten, mit 30.000 Euro dotierten, Forschungspreis ausgelobt, um die öffentliche sowie wissenschaftliche Aufmerksamkeit auf die hohe gesellschaftliche Bedeutung der Rehabilitations- und Versorgungsforschung zu richten. Mit dem Preis fördert sie die Entwicklung wirkungsvoller Methoden und Therapien mit dem Schwerpunkt der neurologischen, nach-klinischen Langzeitrehabilitation.

 
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