Künstlergruppe imPerfekt

Kultursonntag II - Vernissage

Eine Auswahl von 3 Werken ist in einer Bilderkombination zu sehen
 
Bunt und wild sind die Kunstwerke der Gruppe „imPerfekt“, wild genug, um nicht im sommerlich-üppigen Grün des Villa-Gartens der Villa Donnersmarck zu verschwinden und auch im Haus nicht verloren zu gehen. Bei genauerem Hinsehen lassen sich Teile der Werke als alte Halbleiterplatten, Teebeutel oder Stoff- und Drahtreste erkennen.
An diesem Kultursonntag wurde mit einem musikalisch-literarischen Rahmenprogramm die Ausstellung dieser kreativen Sonderarbeitsgruppe der Berliner Werkstätten für Behinderte GmbH (BWB) eröffnet.

Bei der Begrüßung der Gäste und Künstler sprach die Bereichsleiterin, Annemarie Kühnen-Hurlin von dem „kleinen Pflänzchen der Zusammenarbeit“, das mit einigen Skulpturen für die Offenen Gärten der Villa begonnen hatte und mit dieser gemeinsamen Veranstaltung und der Ausstellung schon ein wenig gewachsen sei. Auch der Geschäftsführer der BWB, Dr. Detlef Much, hieß diese Zusammenarbeit willkommen.

 
Geschäftsführer Much der Berliner Werkstätten für Behinderte steht vor dem BWB-Banner und hält seine Begrüßungsrede in der Villa
 
Dr. Detlef Much bei der Ansprache

Im Verlauf des Sonntags stellte Matthias Rinne, der die behinderten Jugendlichen von „imPerfekt“ im Atelier am Westhafen anleitet, die Grundidee seiner Arbeit vor. Die Kunstgruppe überführt gefundene Dinge, Müll oder einfach Überschüssiges durch die Kunst zurück ins Produktive, ins Leben.

Am Beispiel der alten Holzpflöcke eines abgerissenen Hochbeetes der Villa Donnersmarck erklärte er, wie praktisch das alte, weiche und morsche Holz war. Innerhalb weniger Wochen hatte „imPerfekt“ wunderschöne und exotische Skulpturen daraus gefertigt, denen man ihre Herkunft nicht mehr ansehen konnte. Diese wurden bereits zu den Offenen Gärten in der Villa ausgestellt.

An Rinnes Vortrag schloss sich die Lesung eines ehemaligen Mitgliedes der Kunstgruppe an. Götz Forstreuter las Passagen seines Werkes „Ein Leben nach dem Tod“, das auch der gegenseitigen Inspiration mit den bildenden Künstlern von „imPerfekt“ gedient hatte.

 
Musiker des Instituts für Musiktherapie spielen auf ihren Instrumenten, u.a. Geige. Auf dem rechten der zwei Bilder sind die Musiker mit Blumen zu sehen
 
Durch den ganzen Tag begleiteten die Studenten des Instituts für Musiktherapie die verschiedenen Veranstaltungsbeiträge mit einer breiten Auswahl an Musikstücken. Die Ausstellung von „imPerfekt“ wird bis September 2008 in der Villa zu sehen sein.
 
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