Überzeugen durch Handeln

Das Eisen der UN-Konvention schmieden, solange es heiß ist

In einem Gespräch nach seiner Einarbeitungsphase beschreibt Dr. Jürgen Schneider, Berlins Landesbehindertenbeauftragter, seine Perspektiven für die laufende Amtsperiode. Er möchte durch Handeln überzeugen und die Chance, die in der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung stecken, nutzen. Für ihn gilt es, dieses Eisen zu schmieden, solange es heiß ist, d.h. in der politischen Debatte aktuell und nicht verwässert ist. Bei der Umsetzung ist für ihn die Verabschiedung eines Artikelgesetzes der Weg der Wahl.

 

Die Perspektiven der laufenden Amtszeit

Er glaubt ferner, Berlin habe in der Vergangenheit auch im Vergleich zu anderen Bundesländern viel erreicht, sei aber seit Jahren dabei, in wichtigen Bereichen das durch Gesetze und untergesetzliche Regelungen erreichte Niveau durch Vollzugsdefizite wieder zu verlieren.

Mit dem Landesbehindertenbeirat möchte Dr. Schneider intern auch einmal kontravers diskutieren und unterschiedliche Ansichten nicht unter den Tisch kehren, aber das alles nur, um nach außen hin mit einer Stimme reden zu können. Von den Organisationen, Verbänden und Initiativen wünscht er sich „Mitarbeit, Mitarbeit und noch einmal ganz konkrete Mitarbeit“.

Das Interview wurde für das Magazin WIR der Fürst Donnersmarck-Stiftung geführt und wird hier als Vorab-Artikel zur kommenden Ausgabe veröffentlicht.

 
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