Martin Marquard: Was bleibt - Was kommt

Ein Gespräch mit Berlins scheidendem Landesbehindertenbeauftragten Martin Marquard

In einem Gespräch für WIR, Magazin der Fürst Donnersmarck-Stiftung, resümiert der scheidende Landesbehindertenbeauftragten Martin Marquard seine Tätigkeit, beleuchtet offene Felder der Behindertenpolitik und erlaubt den Lesern auch einen Blick in seine persönlichen Zukunftspläne.

Der ehemalige Landesbehindertenbeauftragte sieht die Notwendigkeit einer einkommensunabhängigen Sicherung für Menschen mit Behinderung und hält den Ausstieg aus der Sozialhilfe für „überfällig“. Er zeigt sich erfreut über die gute Zusammenarbeit mit dem Landesbehindertenbeirat, der ihm auch ein wichtiges Beratungsgremium war. Er sieht die Barrierefreiheit in Berlin deutlich verbessert und misst das z. B. an der Zahl der Rollstuhlfahrer im Stadtbild. Die UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderung betrachtet er als „riesige Chance“. Und schließlich betont er auch sein zukünftiges Engagement für eine „Stadt für Alle".

Marquard fordert gerade junge behinderte Menschen zur Mitarbeit in Gremien auf und bedauert die Arbeitsmarktentwicklung für Menschen mit Behinderung sowie die fehlenden Fortschritte in der gemeinsamen Beschulung, da alle schulischen Inklusionsmaßnahmen im Lande Berlin immer noch unter einem Finanzierungsvorbehalt stünden.

 

Die Nachfolge

Martin Marquards Amtszeit endet regulär am 20. Februar 2010. Die Berufung des neuen Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, Dr. Jürgen Schneider, erfolgte am 06.10.2009 durch den Senat von Berlin. Dr. Jürgen Schneider hat am 01.12.2009 kommissarisch das Amt des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung übernommen. Die offizielle Amtsübernahme erfolgt zum 21. Februar 2010.

 

 

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