Sehen und gesehen werden

Jour fixe in Villa Donnersmarck - ein "Lernsehabend"

Auschnitt einer Tageszeitung
 

Am 30. November 2011 ab 18:00 Uhr diskutieren Medienmacher und Medienmenschen unter der Moderation von Sean Bussenius in der Villa Donnersmarck über das Bild, das Medien von einem Leben mit Behinderung vermitteln.

Gäste an diesem Abend sind: Mario Galla, Model und Autor seiner Biografie "Mit einem Bein im Modelbusiness", Hans-Reiner Bönning, u.a. Ex-Moderator der TV-Sendung "Selbstbestimmt", die freie Journalistin und Diplompsychologin Rebecca Maskos sowie Iris Brennberger-Zens, Redakteurin der Berliner Zeitung.

Beim Jour fixe "Sehen und gesehen werden" diskutieren die Teilnehmer des Gesprächs wie gerade in den Leitmedien eine authentische Darstellung von Menschen mit Behinderung erreicht werden könnte - die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung unterstreicht die bewusstseinsbildende Rolle der Medien für eine inklusive Gesellschaft.

Medien sind ein Fenster zur Welt. Vieles, was wir kennen oder glauben zu kennen, darüber haben wir bisher ausschließlich aus Zeitungen, Funk oder Fernsehen erfahren. Wir sind geneigt, diesem vorsortierten Ausschnitt der Realität zu vertrauen. Die Bilder und Schlagzeilen der Tagespresse, Werbung, Film und „neue“ Internetmedien beeinflussen nachhaltig unser Handeln und Denken. Sie prägen unsere Werte und unser Gesellschaftsbild mit.

 

"Lernsehabend"

Wer im Alltag nicht mit Menschen zusammentrifft, die mit einer Behinderung leben, kennt auch sie nur durch das Bild, das Medien von ihnen vermitteln. Die Berichterstattung ist dabei oft bestimmt von bekannten Stereotypen. Menschen mit Behinderung werden zu Helden erhoben, die eine außergewöhnliche Leistung erbringen, trotz einer Behinderung, als deren Opfer sie oft dargestellt werden. Mit ihrer Lebensrealität haben diese Geschichten meist wenig gemeinsam. Eine authentische Darstellung erfolgt oft nur dort, wo Menschen mit Behinderung selbst als Medienschaffende aktiv werden, in der Regel in Publikationen und auf Informationskanälen abseits des „Mainstreams“.

Besonders Medienschaffende sind herzlich eingeladen, ihre Fragen und Vorstellung einzubringen“, so Sean Bussenius. Er freut sich auf einen informativen „Lernsehabend“. Um Anmeldung wird gebeten. Der Eintritt ist frei.

 
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