DVSG-Kongress 2013

Netzwerke stärken – Kooperationen leben

Drei Männer mit der Tagungsbroschüre der DVSG in der Hand vor einem runden Bettenhochhaus

Gelebte Kooperation am UKM zwischen Pflege, Sozialarbeit und Medizin: (v.l.n.r.) Pflegedirektor Michael Rentmeister, Leiter der Stabsstelle Sozialdienst/Case Management Ulrich Kurlemann und Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Norbert Roeder.

 

Die Deutsche Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen (DVSG) stellt das Thema „Netzwerke stärken – Kooperationen leben“ in den Mittelpunkt ihres diesjährigen Bundeskongresses, der am 10. und 11. Oktober 2013 hier in Münster stattfindet.

Denn die Verweildauer von Patienten in Krankenhäusern verkürzt sich zusehends durch die Errungenschaften der modernen Medizintechnik. Viele Therapien können gar ambulant angeboten werden, für die vor wenigen Jahren noch Patienten längere Zeit im Krankenhausverbringen mussten. Was zum einen positiv für den Betroffenen ist, stellt für die Sozialdienste der Krankenhäuser eine enorme Herausforderung dar.

Denn Sie sind die Netzwerker, die den Patienten nach schwerer Krankheit den Weg von der Betreuung im Krankenhaus zurück zur Selbständigkeit zu Hause bahnen. So verstehen sich z.B. die Experten für Soziale Arbeit am UKM als Mittler zwischen allen Bereichen, damit die Betroffenen am Ende nicht alleine gelassen werden mit all ihren Sorgen und Fragen, die auf sie einstürmen: Was für Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für mich zu Hause? Muss ich krankheitsbedingt umschulen? Gibt es Selbsthilfegruppen, an die ich mich wenden kann?

"Die Erfahrungen am Universitätsklinikum Münster zeigen, welche Bedeutung die Klinische Sozialarbeit für eine qualitative Patientenversorgung hat. Ich begrüße es daher sehr, dass der DVSG-Bundeskongress bereits zum dritten Mal in Münster stattfindet und wir dadurch ein wichtiger
Diskussionsstandort für Fachfragen der Sozialen Arbeit im Gesundheitswesen sind
“, erläutert Prof. Dr. Norbert Roeder, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM.

Gerade die steigende Zahl von älteren Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, die Zunahme von chronischen Erkrankungen und ungeklärte Versorgungssituationen erfordern eine interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Berufsgruppen aus den unterschiedlichen Leistungsbereichen des Sozial- und Gesundheitssystems“ betont Ulrich Kurlemann, 1. Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Soziale Arbeit im Gesundheitswesen und
Leiter der Stabsstelle Sozialdienst/Case Management am UKM (Universitätsklinikum Münster). „Am UKM arbeiten Medizin, Pflege und Sozialarbeit eng zusammen, um gemeinsam eine gute stationäre wie nachstationäre Versorgung unserer Patienten zu erreichen“ so Kurlemann
weiter.

Das P.A.N. Zentrum ist auf dem Kongress vertreten.

 
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