Ein anderer Alltag

Autorenlesung zur Diagnose Parkinson

Ein Porträt des Autors Rainer Klare, im Hintergrund ein Ausschnitt des Buches "Es ist, wie es ist",

Foto: FDST/Voll

 
Mitglieder einer Berliner Selbsthilfegruppe haben ihr Leben mit der Diagnose Parkinson in einem Buch festgehalten. Autor Reiner Klare liest daraus am 27.10.2013 in der Villa Donnersmarck.
 
„Um verstanden zu werden, muss ich laut genug sein“, schreibt Reiner Klare. Mit dem Schreiben hat er eine Möglichkeit für sich entdeckt, auf seine besondere Lebenssituation hinzuweisen. Klare ist Mitglied in einer Berliner Selbsthilfegruppe, in der sich Menschen mit dem Parkinson-Syndrom treffen. Die Krankheit zeigt sich in einer zunehmenden Bewegungsarmut und Versteifung des Körpers, die Muskeln zittern, auch die Stimme wird leiser. Bis heute ist die früher so genannte „Schüttellähmung“ nicht heilbar, lediglich die Symptome lassen sich therapieren, mitunter bis zur Beschwerdefreiheit. Parkinson bleibt dabei der Faktor, der den Alltag bestimmt.
 
Reiner Klare hat diesen Alltag aufgeschrieben. Zusammen mit anderen Autoren seiner Selbsthilfegruppe erzählte er in Kurzgeschichten von Gefühlen, Hoffnungen, Erwartungen und der Herausforderung mit der Krankheit, aber nicht für sie zu leben. Mit „Es ist, wie es ist“ entstand dabei erstmals ein ganzer Erzählband voll unterschiedlichster Momentaufnahmen. Sie sind mal sarkastisch, mal humorvoll, mal nüchtern bilanzierend, ein bewegendes Bild von Menschen, die sich im Widerstand gegen das Schicksal befinden. Die Texte sind dabei so authentisch wie kurzweilig.
 
Am 27. Oktober liest Reiner Klare in der Villa Donnersmarck aus dem Erzählband „Es ist, wie es ist“, als laute Stimme für eine besondere Lebenssituation.
 
 
„Es ist, wie es ist“ – Parkinsonberichte
Lesung Reiner Klare
Sonntag, 27.10.2013, 15.00 – 17.00 Uhr
Villa Donnersmarck, Schädestraße 9-13, 14165 Berlin
Eintritt frei
 
nach oben