Fête de la Musique ein wenig anders

Seminar zur Appmusik am 21.06.2013 in der Villa Donnersmarck

Seminar App-Musik Zwei männer vor einem I-Pad mit Drum-App

Erste Einführung für den Schlagzeuger

Während in der Stadt allerorten die Fête de la Musique gefeiert wurde, ließen sich sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter der fachkundigen Leitung von Matthias Krebs in die neue Art des Musikmachens einführen, um selbst Musik zu produzieren. Ein Fest der Musik war das Seminar zur Appmusik am 21.06.2013 in der Villa Donnersmarck ebenfalls. Die Voraussetzungen hinsichtlich von Notenkenntnissen und Erfahrungen im Umgang mit einem Instrument waren sehr verschieden, nur die Freude am Musikmachen einte alle Mitmachenden.

 

Die neue Band spielt

Seminar App-Musik drei Personen speilen zusammen auf einem I-Pad

Zu Dritt beim Spiel auf dem I-Pad

In einem ersten Ansatz spielte man zu mehreren auf einem I-Pad, das verschiedene Instrumente anbot. Danach spielte die soeben entstandene Band Britney Spears Song „Baby One More Time“ auf Rockmate, Drums XD, J Bass HD und ThumbJam, alles Programme, Apps, die die Teilnehmer vorher nicht kannten. Gegen Ende des Kurses wagte man sich an ein eher klassisch anmutendes Stück „Ostinato für 8 iPods“, für das klassische Instrumente auf den Smartphones simuliert wurden und bei dem durch die Art des Bewegens des Telefons Vibrato oder Crescendo erreicht werden, während man mit den Fingern die einzelnen Töne spielt.

 

Eine neue Aneignung von Musik

I-Phone und Tisch mit Noten

Die Noten werden transkribiert

Das Interesse des Wissenschaftlers Krebs gilt der neuen „Aneignung“ von Musik. Für ihn stellen I-Phone und I-Pad Instrumente eigener Art dar. Bei diesen ganz jungen Instrumenten, die man erst seit zwei oder drei Jahren spielt, gilt es, erst eigene Spiel- und Vermittlungstechniken zu entwickeln, die zum Beispiel für die Geige seit über 500 Jahren tradiert und weiterentwickelt werden.

 

Völlig neue Instrumente

I-Pad Bildschirm mit einem völlig neuen Instruemnt aus vier Kreisen, die optische Signale in Musik umsetzen

Percussionsinstrument ohne Vorbild in der analogen Welt

Matthias Krebs, als ausgebildeter Opernsänger und Musikpädagoge der klassischen Musik sehr wohl verbunden, wagte eine These mit Blick auf die zukünftige Entwicklung dieser neuen Instrumente. Die zu enge Orientierung an schon existierenden Instrumenten ist „ein Irrläufer und nur ein Übergangsphänomen“ auf dem Weg zum Aneignen der neuen Instrumente. Der Zugang zur Musik könne neu angebahnt werden. Denn der wirkliche Vorteil der neuen Instrumente läge in der Möglichkeit, sich ein Instrument nach den eigenen Bedürfnissen zu bauen, sei es um neue Klangräume zu entdecken, sei es um durch an die eigenen Fähigkeiten anpassten Instrumente leichter Musik machen zu können.

Und die Teilnehmer: Sie waren sich alle einig, sie hätten nicht erwartet, dass sie eine solche Qualität beim Musikmachen in so kurzer Zeit erreichen würden und jeder freute sich über diesen persönlichen Erfolg. Gleichzeitig hat es Ihnen sehr viel Freude bereitet, miteinander zu musizieren, und sie waren sich über die Musik auch persönlich näher gekommen, aber das ist wohl eher instrumentenunabhängig.

 

 

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