Mittendrin in Frohnau - ein Nachbericht

Sozialraumtour durch Frohnau Gruppenfoto mit drei Frauen vor dem Geschäft von Reichelt auf dem Bürgersteig mit Urkunde und Blumen

Vor Reichelt am Zeltinger Platz

 

Menschen mit Behinderung bedankten sich am 07. Juni für Barrierefreiheit in ihrem Frohnauer Kiez

Jeder Mensch möchte sich in seinem Kiez, in seinem Sozialraum wohl und zuhause fühlen. Dabei sind Menschen mit Behinderung auf räumliche und zwischenmenschliche Barrierefreiheit angewiesen.  Im Rahmen ihrer Kampagne zum Motto „Mittendrin – so wie ich bin“ hat die Fürst Donnersmarck-Stiftung eine Umfrage gestartet. Klienten, die in Frohnau leben, wurden gefragt, wo sie sich in ihrem Kiez besonders gerne aufhalten und willkommen fühlen. Vom Supermarkt über eine Bank bis zum Döner-Imbiss wurden insgesamt neun Betriebe nominiert.

Am 07. Juni 2013 war es dann soweit: Bei strahlendem Sonnenschein besuchten rund 30 Klienten in Begleitung von Mitarbeitern bei einer Tour durch Frohnau die ausgewählten Betriebe um sich zu bedanken.

Torsten Kiau, der in einer Wohngemeinschaft der Stiftung lebt, hat am Aktionstag teilgenommen. Er berichtet:

Ich finde, der Tag ist gut abgelaufen und hat auch was gebracht. Wir sind überall rummarschiert und es war ein Erlebnis, den Leuten Danke zu sagen. Das wollte ich schon lange mal machen! Sie helfen uns und sind auch immer nett zu uns. Besonders mit den Leuten von der Sparkasse kann ich gut reden. Ich hole doch dort immer mein Geld ab und ich habe ihnen gern die Blumen und Geschenke überreicht.

In Frohnau wohne ich schon seit 33 Jahren und fühle mich als Frohnauer spitze!
Mir gefällt, dass es hier so grün und ruhig ist, einfach die ganze Umgebung.

Die Rückmeldungen der Akteure zum Tag – sowohl von den Dankenden, als auch den Mitarbeitern der Betriebe - waren durchweg positiv. Der Blick richtete sich nicht auf die Probleme, sondern auf das, was im täglichen Miteinander bereits gut funktioniert. Berührungsängste und Barrieren wurden weiter abgebaut, das Ideal der inklusiven Gesellschaft rückt ein Stück näher.

 
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