Was geschah eigentlich ... am 8. Mai 1916?

Es war am Pariser Platz

Historische Ansicht des Brandenburger Tors mit Blücherpalais

Als die Fürst Donnersmarck-Stiftung am 8. Mai 2016 ihre historische Matinee im Max Liebermann Haus der Stiftung Brandenburger Tor beging, hatte dies einen ganz besonderen Grund. Denn auf den Tag genau vor 100 Jahren, am 8. Mai 1916, fand in Anwesenheit des Notars Dr. Robert von Simson der offizielle Gründungsakt der Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin statt.

Die Stiftung wurde mit einem Vermögen von 4 Millionen Mark und ungefähr 250 Hektar Waldbesitz in Frohnau ausgestattet. Der Grund für dieses Stiftungsgeschäft – so der Fachausdruck für die Errichtung einer rechtsfähigen Stiftung bürgerlichen Rechts – waren die Erfahrungen Guido Graf Henckel Fürst von Donnersmarcks in seinem Frohnauer Vereinslazarett.

Dieses hatte Fürst von Donnersmarck schon am 5. August 1914 eröffnet und diente der kurzfristigen Versorgung von Kriegsverletzten. Mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung schuf er eine Organisation, die Menschen mit Behinderung langfristig unterstützen sollte – und dies bis heute tut.

Es gibt noch einen weiteren Grund für den Ort des Festakts am Brandenburger Tor gerade an diesem Tag. Denn in direkter Nähe zum Max Liebermann Haus befand sich auch der ständige Wohnort des Fürsten von Donnersmarck in Berlin: Das Palais Blücher am Pariser Platz 2, in dem sich heute die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika befindet. Der Pariser Platz ist also eine Adresse mit Geschichte – auch für die Fürst Donnersmarck-Stiftung.

 

 

Hörbericht

Ein Kopfhörer als schwarze Strichzeichnung vor weißem Hintergrund

Audiobericht mit Transkription

 

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