Fünf Fragen zum AT-Kongress

Fachaustausch und Netzwerken. Fachbereich UEvB auf der 10. Jahrestagung der Atmungstherapeuten

Am 20. und 21. Oktober fand im Seminaris Campus Hotel Berlin die 10. Jahrestagung der Atmungstherapeuten – kurz AT-Kongress – statt. Mit einem eigenen Stand dabei war natürlich auch der Fachbereich „Unterstützung bei der Entwöhnung von Beatmung“ (UEvB) vertreten durch den Fachbereichsleiter Claus Bodenstein und den Atmungstherapeuten Philipp Gutschmidt, der zusammen mit Gabriele Iberl aus Heidelberg sowohl einen Vortrag als auch einen Workshop zum Thema Sekretmanagement bei invasiv beatmetenPatienten im klinischen und außerklinischen Alltag hielt. Grund genug, ihm fünf schnelle Fragen zum AT-Kongress und seinen Vorträgen zu stellen.
 

 
Ein Mann steht in einem Vortragsraum und gestikuliert mit seinen Händen
 

Was ist der AT-Kongress und welche Bedeutung in der Rehabilitationslandschaft?

Philipp Gutschmidt: Die „Jahrestagung der Atmungstherapeuten“ wird durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie (DGP) veranstaltet und ist die zentrale Fachveranstaltung zum Thema Atmungstherapie. Hier treffen sich die derzeit rund 680 in Deutschland aktiven Atmungstherapeuten sowie Fachärzte und Logopäden für den gemeinsamen Austausch sowie Weiterbildung im Rahmen von Workshops, Vorträgen oder Diskussionen. Darüber hinaus sind auf der Tagung zahlreiche Industrieaussteller vertreten, die ihre neuen Produkte vorstellen.

Was waren die Inhalte Ihrer beiden Veranstaltungen?

Philipp Gutschmidt: Wir haben einen „Hands-on-Kurs“ angeboten, der den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Grundprinzipien des Sekretmanagements und deren praktische Umsetzung näherbringen sollte. Dafür kommen neben allgemeinen pflegerischen Maßnahmen auch verschiedene apparative Hilfsmittel wie zum Beispiel Inhalationsgeräte oder auch das Beatmungsgerät in Frage.

Da Gabriele Iberl aus Heidelberg in einer stationären Einrichtung arbeitet, hatten wir zudem die Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem klinischen und außerklinischen Setting aufzuzeigen. Insbesondere dieser Aspekt ist in den Workshops, die übrigens beide ausgebucht waren, sehr gut angekommen.

Wie gefiel Ihnen der AT-Kongress allgemein?
Philipp Gutschmidt: Sehr gut! Die Jahrestagung bietet immer die Möglichkeit, die eigenen Erkenntnisse im Gespräch zu evaluieren und neue dazuzugewinnen. Auch die Pflege des persönlichen sowie fachlichen Netzwerks ist natürlich sehr wichtig. Außerdem bietet der Kongress die Möglichkeit, im persönlichen Gespräch mit Fachärzten medizinisch relevante Fragen aus dem eigenen Berufsalltag zu klären.

Welche Themen auf dem AT-Kongress haben Sie besonders interessiert?

Das waren sehr viele: Darunter „Atmenarbeit – ein (un)berechenbarer Faktor“ oder aber auch „Televisiten – Datenaustausch durch Telemedizin und Datenbanken“ – ein sehr, sehr wichtiges Thema für die Zukunft. Außerdem habe ich mich mit dem Thema „Arbeitsteilung in der Beatmungsmedizin und Pflege: Delegation, Substitution“ beschäftigt, was in der Zukunft ebenfalls an Bedeutung gewinnen wird.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der interessantesten Beiträge auf der Tagung. Leider kann man ja nicht immer alle Angebote wahrnehmen.

Wollen Sie auch 2019 wieder am Kongress teilnehmen?
Ja. Egal ob beruflich oder privat – der AT-Kongress wird immer ein fester Bestandteil in meinem Terminkalender bleiben.

 
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