Behindert - na und? Jugendliche machen ihren Weg

Wunsch nach Teilhabe

Ein Blick über die Schulter junger Menschen mit Behinderung

Die Ausgabe 1/2008 des Magazins WIR der Fürst Donnersmarck-Stiftung mit dem Titelthema „Behindert – na und? Jugendliche machen ihren Weg“ ist soeben erschienen. Auf rund 30 Seiten kommen Jugendliche und junge Erwachsene, Schulhelfer und Organisatoren von Jugendfreizeiten zu Wort, ordnet ein Wissenschaftler ein und blicken Erwachsene auf ihre Jugend zurück.

Die Pubertät bringt typische Probleme mit sich. Egal ob ein junger Mensch behindert ist oder nicht – die Zeit der Ablösung vom Elternhaus sorgt für innerpersönliche und äußere Konflikte. Es gilt die Diskrepanz auszuhalten, sein Leben einerseits mehr und mehr selbst bestimmen zu wollen und andererseits oft noch als Kind behandelt zu werden und den Normen der Eltern folgen zu müssen. Sie sich aus der Kinderrolle zu lösen und von den Eltern abzulösen, gestaltet sich etwas anders, wenn man die Wohnung mit den Eltern teilt oder wenn man im Heim seine Schritte Erwachsensein geht.

In Deutschland sind vier Prozent aller schwerbehinderten Menschen jünger als 25 Jahre. Wie leben diese Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in unserer Gesellschaft, in der Äußerlichkeiten und Leistungsfähigkeit einen hohen Stellenwert haben? Wie nehmen sie selbst ihr „Anderssein“ wahr? Welche Wünsche und Träume haben sie? Dazu haben wir Jugendliche sowie junge Erwachsene mit Behinderung selbst befragt. Sie wollen Ihren Weg machen, ja sie gehen ihn schon und lassen sich dabei über die Schulter schauen.

Und: Haben es die Jugendlichen heute trotz ihrer Behinderung leichter als früher? Dem gingen zwei Erwachsene in einem Beitrag über ihre Jugend als Menschen mit Behinderung auf beiden Seiten der Mauer nach.

Eines zeigt sich in allen Berichten mehr oder weniger deutlich: Der Wunsch, behinderter Kinder und Jugendlicher, nicht behindert zu sein, sollte in erster Linie als Wunsch nach Teilhabe verstanden werden.
 

 

WIR 1/2008

jung und behindert - Die Titelseite des WIR-Magazins 1/2008
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