Neuer Beratungsansatz

Preisverleihung und Vorstellung

Gemeinsame Veranstaltung der Fürst Donnersmarck-Stiftung und der Stiftung LEBENSNERV am 24. November 2001 zum Thema Peer Counseling 

Berlin
Zu dem Symposium "Empowerment: Eigenverantwortung und innere Kräfte stärken" laden zwei Berliner Stiftungen, die Fürst Donnersmarck-Stiftung und die Stiftung LEBENSNERV, am Samstag in die Zehlendorfer "Villa Donnersmarck" ein. Gleichzeitig wird der 5. Forschungspreis der Stiftung LBENSNERV verliehen und das 10-jährige Bestehen der Stiftung LEBENSNERV gefeiert. Am Vormittag wird zunächst der Kölner Arzt Dr. Bert te Wildt für seine Dissertation an der Universität Witten/Herdecke "Magisches Denken bei Multiple-Sklerose-Patienten" ausgezeichnet. Der Forschungspreis ist mit 5000 D-Mark dotiert.

Am Nachmittag stellen die beiden Stiftungen einen neuen Beratungsansatz in der Arbeit mit MS-betroffenen Menschen vor - das "Peer Counseling". Ziel des Peer-Counseling ist es, behinderte Ratsuchende in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und sie in ihrem Selbsthilfepotential zu unterstützen, eigene Problemlösungen zu entwickeln. Dabei hat sich die Beratung Betroffener durch fachlich qualifizierte Betroffene bewährt.

Die BeraterInnen sind "peers", "Gleiche", also Menschen, die Ähnliches erlebt haben wie ihre GesprächspartnerInnen. Bei der gemeinsamen Suche nach einem besseren Weg, mit der Behinderung zu leben, bringen die betroffenen BeraterInnen ihre eigenen Erfahrungen mit ein: ihre Mühen und Ängste, aber auch ihr Selbstvertrauen und ihren Mut. Dadurch, dass der Berater oder die Beraterin zum einen selber behindert oder chronisch krank ist, zum anderen zusätzlich die fachliche Qualifikation als BeraterIn mitbringt, kann sich eine größere Vertrauensbasis entwickeln und eine Vorbildrolle wahrgenommen werden.

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung und die Stiftung LEBENSNERV bieten lebensbegleitende Beratungen an und planen ein gemeinsames Weiterbildungsangebot zu Peer Counseling. "Es gibt einen großen ungedeckten Beratungsbedarf bei den Betroffenen und eine steigende Nachfrage nach peer counseling," erläutert Dr. Siegrid Arnade, Stiftung LEBENSNERV, das Vorhaben.
 

 

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