Barrierefreiheit Holocaustdenkmal

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung lädt zur Podiumsdiskussion

Pressemitteilung, 10.9.2002

Am 10. September 2002 veranstaltet die Fürst Donnersmarck-Stiftung eine Podiumsdiskussion in der Villa Donnersmarck zum Thema "Barrierefreiheit für das Holocaustdenkmal". Hintergrund ist der Mehrheitsbeschluss des deutschen Bundestages am 25. Juni 1999, ein Denkmal für die ermordeten Juden Europas zu errichten, sowie der 2001 erschienene Verstößebericht des Berliner Landesbeauftragten für Behinderte, Martin Marquard. Darin betont Martin Marquard, dass die Begehbarkeit des Stelenfeldes nach den bisherigen Planungen für Menschen mit Behinderungen nicht uneingeschränkt gewährleistet ist.

Ein rollstuhlgerechter Zugang soll über "Schneisen" in einem Einbahnstraßensystem durch das Denkmal erfolgen, was durch das teilweise starke Gefälle innerhalb des Stelenfeldes zusätzliche Gefahren mit sich bringt. Barrierefreien Zutritt für z.B. seh- und hörbehinderte Besucher ist nach gegenwärtigem Planungsstand nur in Ansätzen möglich.

Obwohl die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas durch ihren gesetzlichen Auftrag ausdrücklich dazu verpflichtet ist, "die Erinnerung an alle Opfer des Nationalsozialismus und ihre Würdigung in geeigneter Weise sicher zu stellen", würden damit weite Teile des Stelenfeldes für Behinderte nur schwer zugänglich sein.

Die Fürst Donnersmarck-Stiftung lädt zum Dialog ein, bei dem sich die Öffentlichkeit über die Barrierefreiheit des geplanten Bauvorhabens informieren und mit interessanten Podiumsgästen über die getroffenen Maßnahmen diskutieren kann.

Darüber hinaus möchte die Stiftung dazu beitragen, doch noch eine Lösung zu finden, die Barrierefreiheit bei diesem wichtigen Denkmalsbau ermöglicht und den Bedürfnissen von Menschen mit Behinderungen gerecht wird.

Zu Gast auf dem Podium:

  • Martin Marquard, Behindertenbeauftragter des Senats von Berlin
  • Lea Rosh, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums/Vorsitzende des Förderkreises zur Errichtung eines Denkmales für die ermordeten Juden Europas
  • Manfred Schasler, Architekt und Berliner Vertretung des Architekten Eisenman (angefragt)
  • Berndt Maier, Geschäftsführer Sozialverband VDK Berlin-Brandenburg
  • Wolfgang Schrödter, Geschäftsführer Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin

Moderation:
Dr. Ralf Melzer, Journalist und Historiker


Dienstag, 10. September 2002
18:00 - 20:00 Uhr

Villa Donnersmarck
Schädestr. 9 - 13
14165 Berlin

Tel: 847 187 0
Eintritt Frei

Ab 20:00 Uhr haben Sie bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit zu weiteren Gesprächen.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich!

Ursula Hartung

 
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