ECA deutschsprachige Version

ECA - vier Länder , ein gemeinsames Projekt

Deutschsprachige Version des „Europäischen Konzepts für Zugänglichkeit“ (ECA) erschienen

Bei der Tagung „Kultur für alle“ im Berliner Presse- und Besucherzentrum der Bundesregierung wurde am 12.5.2005 die Übersetzung des „European Concept for Accessibility“ (ECA) in Anwesenheit des Bundesbehindertenbeauftragten Karl-Hermann Haack und der Vorsitzenden der Bundestagsausschusses für Kultur und Medien Monika Griefhahn der Öffentlichkeit vorgestellt. Das rund 80seitige Handbuch verbindet das konzeptionelle Wissen von europäischen Experten mit praktischen Richtlinien und Empfehlungen zur Gestaltung einer barrierefreien Umwelt.

Möge das ECA dazu beitragen, die Herstellung von Barrierefreiheit zu fördern und damit das Gleichstellungsgesetz weiter mit Leben zu füllen“, sagte Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Denn mit dem ECA liege eine bemerkenswerte Dokumentation zur universellen Gestaltung von Gebäuden, von Infrastruktur, aber auch von Konsumprodukten vor.

Das European Disability Forum, die Dachorganisation der Behindertenbewegung auf europäischer Ebene, erklärte: „Zugänglichkeit muss als horizontales Querschnittsthema behandelt werden.“ Klare und bindende Standards der Europäischen Gemeinschaft für Zugänglichkeit müssten alle verpflichten, die Prinzipien des Designs für alle vollständig umzusetzen.

Bei der Herstellung von Zugänglichkeit geht es nach Auffassung der Herausgeber um die Umsetzung von Bürgerrechten vor dem Hintergrund aktueller rechtlicher Grundlagen und Normen. „Dabei betrifft die Herstellung von Barrierefreiheit alle gesellschaftlichen Bereiche. Gemeint sind nicht nur bauliche Aspekte, sondern auch Verkehrsmittel, Elektronik-, Informations- und Kommunikationssysteme sowie Dienstleistungs- und Serviceangebote“, unterstrich Dr. Peter Neumann, Europäisches Institut für Design für Alle in Deutschland (EDAD).

Thomas Golka, Fürst Donnersmarck-Stiftung, begründete das Engagement der Stiftung bei Übersetzung und Herausgabe des Handbuches  u. a. mit den Worten: „Auch europäische Texte von Gewicht finden im deutschen Sprachraum nur bei einer deutschsprachigen Übertragung eine breite Wahrnehmung: Die Diskussion ist eröffnet.“ In Deutschland kann man das ECA in Papierform bei der Fürst Donnersmarck-Stiftung bestellen. Weiterhin steht es zum Download bei www.fdst.de oder www.design-fuer-alle.de bereit.

An dem Übersetzungsprojekt beteiligten sich Organisationen aus den vier deutschsprachigen Ländern Schweiz, Österreich, Luxemburg und Deutschland mit personellen und finanziellen Ressourcen. Nach der englischen und der nunmehr vorliegenden deutschen Version werden weitere Übersetzungen werden in Portugal, Spanien, Serbien, Ungarn und den Niederlanden erstellt.

Diese Veröffentlichung erscheint mit Unterstützung von:
  • Albert Schweitzer Stiftung - Betreuen &Wohnen, Berlin
  • Deutsche Vereinigung für Rehabilitation Behinderter e.V.(DVfR)
  • Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. - DVBS
  • Europäisches Institut Design für Alle in Deutschland e.V.(EDAD)
  • Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin
  • F. H. Papenmeier GmbH &Co.KG, Schwerte
  • Info-Handicap Luxemburg
  • NEUMANNCONSULT, Münster
  • Österreichisches Bundesministerium für Soziale Sicherheit und Generationen
  • Schweizerische Fachstelle für behindertengerechtes Bauen

 
nach oben