Transkript Audiobeitrag Japanische Woche

Transkript der Audio-Reportage

„Volles Leben – Japan:
Japanische Woche in der Villa Donnersmarck“


Hörfunk-Beitrag Japanische Woche in der Villa Donnersmarck
Länge 3min26
Datum 24.04.2005

Autor:  Klaus Fechner - www.audiolink-online.de



Anmoderation

Origami, Bonsaibäumchen und Samuraikämpfer – bekannte Klischees über die Japanische Kultur gibt es in Deutschland viele. Doch Japan ist mehr, viel mehr. 2005 ist das „Japan-EU Jahr der Begegnung“. In diesen Tagen findet in der Villa Donnersmarck in Zehlendorf die „Japanische Woche“ statt. Eröffnet wurde sie am vergangenen Wochenende – und noch bis zum kommenden Sonnabend gibt es interessante Einblicke in das Leben, in die Kultur Japans. Klaus Fechner macht Appetit auf mehr:


Beitrag

O-Ton: GONG, Chor, Musik .....

Mit einem Gongschlag und traditioneller japanischer Musik ging sie los, die japanische Woche in der Villa Donnersmarck. Es folgten Vorführungen verschiedener Künste wie Origami, das jahrhundertealte Papierfalten. Oder ausführlicher Teezeremonien oder aktueller Manga- also japanischer Zeichtrickfilme. Fehlen durfte natürlich auch eine althergebrachte Theateraufführung nicht. Und wie im westlichen Kulturkreis ging es auch hier um Liebe:

O-Ton: Auszug aus Theaterstück....

Schon am ersten Tag der Woche der Begegnung wurde den Besuchern jede Menge geboten. Und wie immer bei feierlichen Anlässen, durfte auch die Prominenz nicht fehlen.
Berlins Innensenator Erhart Körting ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein:

O-Ton: Ich verbinde mit Japan das Empfinden, dass wir es dort mit einer uralten Kultur zu tun haben. Und ich verbinde natürlich auch mit Japan, dass es sich um ein Land handelt im asiatischen Raum mit einer hohen Wirtschaftskraft und einer hohen Stabilisierung und einer wiedergewonnenen Demokratie, genau so wie bei uns.

Japan – ein Land zwischen Tradition und Moderne. Heraus kommt eine enorme Vielseitigkeit. Und genau diese vielen verschiedenen Seiten sollen in der Villa Donnersmarck vorgestellt werden. Das wünscht sich der Gesandte der Japanischen Botschaft, Akira Mizutani. In seiner Heimatsprache hört sich das so an:

O-Ton: .... (japanisch) ....



Zu dieser Vielfalt gehören der Zen-Buddhismus ebenso wie Haiku, die landestypische Dichtkunst, ebenso wie die Sumi-e Malerei in Miniaturform, aber auch die Blumensteckkunst Ikebana, Kampssportarten wie Aikido und das mehrere Jahrtausende alte Brettspiel Go.

O-Ton: Go ist Teil der japanischen Kultur. Es wird dort seit 1.300 Jahren gespielt und es hat dort einen sehr hohen Stellenwert. Es gehörte im 16. und 17. Jahrhundert zu den vier edlen Künsten. neben der Kalligraphie, der Musik und der Dichtkunst gehörte Go zu den Künsten, die man am Hofe als wohlerzogener Mensch erlernen sollte.

Erklärt Karl-Hans Balduin vom Berliner Go-Verband.

O-Ton: Trommelwirbel ......

Doch neben den Einblicken in das traditionelle Leben werden auch aktuelle Themen nicht ausgespart. Beispielsweise die Probleme des „Wohlfahrtsstaates“ Japan. Die Bevölkerung wird nämlich, genau wie in Deutschland, immer älter. Vorträge und Diskussionen zeigen das moderne Bild des Inselstaates.

„Volles Leben – Japan“ – so lautet das Motto der Veranstaltung der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Die Stiftung leistet bereits seit 90 Jahren einen Beitrag für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung. Wolf von Kalckreuth gehört zum Kuratorium der Stiftung:

O-Ton: Unser Ziel ist, die Menschen mit Behinderung nicht nur zu versorgen, sondern sie sollen mitmachen, sie sollen teilhaben an dem Leben, das wir alle haben. Und wir haben jetzt das Jahr der Begegnung zwischen der EU und Japan und dann müssen wir versuchen, auch hier was zu machen.

Japan – ein faszinierendes Land stellt sich vor.



Abmoderation

Noch bis zum kommenden Sonnabend: „Volles Leben – Japan“ - die „Japanische Woche“ in der Villa Donnersmarck in der Zehlendorfer Schädestraße – sie ist vollständig behindertengerecht ausgestattet. Ausführliche Informationen können Sie auf der Homepage der Donnersmarck-Stiftung nachlesen. Die Internetadresse lautet: www.fdst.de.