Schauplatz Volles Leben

Finale eines abwechslungsreichen Jahres

"Volles Leben bedeutet für mich, am öffentlichen Leben teilzuhaben, mitmachen, dabei sein." Dies war nur eines der Statements von Menschen mit Behinderung auf die Frage, was "Volles Leben" für sie heißt.

Zum "Schauplatz Volles Leben" lud die Fürst Donnersmarck-Stiftung am 10. November in die "Alte Pumpe" in Berlin ein. Martin Marquard, Rainer Kluge, Landesbehindertenbeauftragte von Berlin bzw. Brandenburg sowie Frau Hübner-Körting und ihr Mann, Senator Dr. Körting, waren der Einladung neben vielen anderen gefolgt. Bilder eines abwechslungsreichen Jahres mit vielen Veranstaltungen und Aktionen zeigten die Aktivitäten der verschiedenen Einrichtungen der Stiftung, und gaben dem Abend ein buntes Gesicht.

"Es ist so eine Art Erntedankfest für uns. Wir versuchen herauszufinden, was die Menschen denken, was für sie bedeutsam ist. Und wir haben das ganze Jahr in unterschiedlichen Veranstaltungen kreative Ansätze eingesammelt, Ideen, Aussagen, Äußerungen. Wir haben uns vorgenommen, die Arbeit der Stiftung zu beleuchten, aber gleichzeitig auch von der Stiftung den Bogen zu den einzelnen Menschen hin zu schlagen", erläutert Wolfgang Schrödter, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung, die Motive für die Veranstaltung.

Statements von Menschen mit Behinderung zu der Frage "Was ist volles Leben?", mit sonorer Stimme gesprochen von Markus Wegmann, ein Film über die Videobox "Volles Leben - der Film" und eine Präsentation der Aktionen der Stiftung im Jahre 2005 zeigten die große Bandbreite an Ideen, Überlegungen, Auseinandersetzungen und Meinungen zum diesjährigen Stiftungsmotto.

Den Höhepunkt bildete die Preisverleihung für den Kreativwettbewerb "Volles Leben", zu dem 146 Menschen mit insgesamt 116 Bildern, Fotos, Videos und Geschichten beigetragen hatten, wie Ursula Rebenstorf, Organisatorin des Wettbewerbs, berichtete. Professor Ernst von Kardorff, Jurymitglied, erklärt, worum es bei diesem Wettbewerb ging: "Das Thema war ja das volle Leben. In der gesamten Breite dessen, was volles Leben bedeuten kann, Liebe, Trennung, Schmerz, Freude, Freundschaft, Freizeit, auch Arbeitswelt, Sehnsucht, Grenzen überschreiten... das waren mögliche Inhalte für ein volles Leben. In den verschiedenen Kunstwerken - die meisten waren Bilder, einige wenige Plastiken und ein Videofilm - dort hat sich kondensiert und verdichtet, was die einzelnen Künstlerinnen und Künstler aus ihrer persönlichen Sicht, aus ihrer Lebenserfahrung ausdrücken wollen."

Die Veranstaltung schloss mit einem aktionsreichen Ausblick auf das kommende Jahr, der von einer Gruppe Taiko-Trommlerinnen begleitet wurde. 2006 besteht die Stiftung 90 Jahre und wieder sind zahlreiche Aktivitäten geplant.
 
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