Waldweg eröffnet

"Natur für Alle" in Bad Bevensen

Eröffnung des rollstuhlgerechten Waldweges der Fürst Donnersmarck-Stiftung am 22.9.2005

Endlich kann mein Mann auch mal wieder direkt in den Wald und die gute Luft einatmen. Durch die Wurzeln und unebenen Wege ging das vorher einfach nicht. Wissen Sie, ich habe noch nie im Wald Kaffee getrunken, mit meinem Mann im Rollstuhl ging das ja nie.“ Die Frau, die diese Sätze sagt, macht zur Zeit mit ihrem Mann Urlaub im Gästehaus Bad Bevensen der Fürst Donnersmarck-Stiftung und ist eine der ersten, die in den Genuss des neu angelegten Waldweges am Alten Mühlenweg kommt. Nachdem im August in dem Waldstück zwischen Altem Mühlenweg und Elbe – Seitenkanal der Waldweg rollstuhlgerecht mit einer wassergebundenen Decke ausgebaut wurde, konnte dieser neue und attraktive Rundweg am 22.September offiziell eröffnet werden. Bei Kaffee und Kuchen mitten im Wald freuten sich zahlreiche Gäste über den neu angelegten Weg.

Knut Markuszewski, Vertreter der Samtgemeinde und der Kurverwaltung lobte die gute Zusammenarbeit der Stiftung und der Samtgemeinde und freute sich über diese Bereicherung des touristischen Angebots in Bad Bevensen. Michael Schmidt, Baumanager der Fürst Donnersmarck-Stiftung fasste noch einmal die Entstehungsschritte des Weges zusammen und schloss schließlich mit den Worten: „Ziel erreicht, Wald kann berollt werden, ein neues attraktives Angebot für Gäste des Kurortes Bad Bevensen ist entstanden.

Michael Klopp, Leiter des Gästehauses, überreichte Michael Schmidt als Vertreter der Fürst Donnersmarck-Stiftung, die den Ausbau des Weges auch finanziert hat, einen „Botschafter“, der seinen neuen Platz nun in der Zentrale der Stiftung in Berlin bekommen soll: ein hölzernes Wildschwein wie es auch auf dem neuen Weg zu finden ist.

Unter dem Aspekt „Natur für Alle“ haben nun auch Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, die Möglichkeit, Natur direkt und unmittelbar zu erleben. Auch Familien mit Kinderwagen, Karre und Dreirad freuen sich über diese neue Möglichkeit, gemeinsam in den Wald zu gehen. Und es ist auch an diejenigen gedacht, die keine weiten Strecken bewältigen können. Immer wieder steht eine schöne Bank am Wegesrand zum Ausruhen und Verschnaufen.

Zudem kann man auf dem Rundweg neben echten Tieren wie Vögeln und Eichhörnchen auch einige hölzerne Artgenossen entdecken. Holzskulpturen von Kurt Schöttle, einem gelernten Zimmermann und Forstwirt aus Röhrsen stehen am Wegesrand oder sitzen auf einem Baum und wollen entdeckt werden. Ob es nun der große Bär am Bärliner Platz oder die Eule hoch oben im Baum ist – es ist spannend, die Tiere zu suchen und zu finden.

Susanne Schiering
Gästehaus Bad Bevensen
 
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