Deutschlandpokal im Rollstuhltischtennis

Sieg bei erster Teilnahme

Am Wochenende hat  Andrea Zimmerer aus Preetz das erste der vier Turniere gewonnen, die im Rahmen des Deutschlandpokals 2006 ausgespielt werden. Die Tour gastierte am Samstag, dem 4.3.2006,  in Rheinsberg, weitere Spielorte sind Bad Blankenburg (Thüringen), Bad Wildungen (Hessen) und Neumarkt in Bayern. Die 49 Spielerinnen und Spieler aus 18 deutschen Vereinen sowie Österreich absolvierten bis zu 11 Spiele an diesem Tag.

Andrea Zimmerer siegte beim ersten Auftritt souverän in dem mit Paralympicssiegern, Deutschen und Europa-Meistern gut besetzten Breitensportturnier. Sie gab nur zwei Sätze ab, einen u. a. an ihre Teampartner Monika Sikora-Weinmann, mit der sie gemeinsam schon eine Goldmedaille bei der EM geholt hatte. Frau Zimmerer lüftete das Geheimnis für diesen fulminanten Start im ersten Spieljahr. „Ich habe zwischen meinem 10. und 25. Lebensjahr Tischtennis gespielt.“ Und Partnerin Sikora-Weinmann ergänzte: „Sie war Deutsche Schüler und Jugendmeisterin und spielte für die deutsche Mannschaft. Sie kann natürlich von dieser Ausbildung profitieren.“

Die für den RSC Husum in der 2. Bundesliga startende Norddeutsche erzählt weiter: „Ich war früher Defensivspielerin. Das geht im Rollstuhl nicht, es ist ein anderes Tischtennis, das ich jetzt spiele. Hier muss man angriffsfreudiger spielen.“ Noch eines findet sie im Rollstuhl komplizierter, den Umgang mit der Stress. „Die Aufregung im Spiel ist die gleiche, aber als Fußgängerin konnte ich durch zusätzliche Bewegung die Nervosität abbauen, das geht jetzt nicht!“

Bei dieser Tour wird in Leistungsklassen gespielt, die sich nicht an funktionellen Einteilungen orientieren. „So haben die Spieler spannendere Spiele. Denn die Leistungsunterschiede der hier anwesenden Turnierteilnehmer gleicher funktioneller Qualifikation sind zu groß.“ Es kämen sehr einseitige Partien zustande. Ernst Weinmann, der Turnierleiter, fuhr fort, „hier ist das Kriterium die Spielstärke“. So spielte Paralympicssieger Holger Nikelis in der B Gruppe gegen Spieler mit weniger Funktionseinschränkungen und wurde in der Leistungsklasse B hinter Rainer Diehr (MSV Hamburg) und Karl-Heinz Korbanek (BSG Bielefeld) dritter. Zweiter der A-Klasse wurde Wolf Meisner, RSC Frankfurt, dritter Jörg Clausen, wie die Gewinnerin vom RSC Husum. Alle Spielergebnisse und viele Fotos finden Sie unter dem Link auf der rechten Seite.
 
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