Klassentreffen - der Dokumentarfilm

Sondervorführung am 14.1.2006

"Manchmal hat dieser Film fast utopisch schöne Momente – wenn er zeigt, wie Lehren und Lernen als kommunikativer Prozess funktionieren kann und als wechselseitiges Geben und Nehmen zwischen gesunden und behinderten Kindern," schreibt die Süddeutsche Zeitung.
 

Der Regisseur im Gespräch

Der Regisseur wird von einer Gruppe Jungs umlagert
 
Ein halbes Jahr begleitete Hubertus Siegert, Regisseur, Produzent und Drehbuchautor in einem, mit einem kleinen Team eine Klasse Elfjähriger der Fläming-Grundschule in Berlin-Schöneberg. Diese 5. Klasse steht im krassen Gegensatz zur deutschen Regelschule, dass Kinder mit elf Jahren auf getrennte Schultypen sortiert werden, aufs Gymnasium, die Real- oder Hauptschule, sowie auf die meist vergessene Sonderschule. Der Film zeigt die 5d von Februar bis Juni 2004, eine Klasse mit 20 Kindern, davon vier behindert, lernbehindert bis schwerst mehrfach behindert, die nicht benotet werden, und 16 normale Schüler, unter ihnen einige hochbegabt. Die Klasse hat zwei Betreuerinnen, einige Fachlehrer und die Klassenlehrerin, Frau Haase. "Sie gilt als streng, hat sich laufend fortgebildet und sie liebt das Theater", so steht es im Pressetext.

Die Schule sammelt bereits seit 1975 Erfahrungen mit dem Konzept, kein Kind aus einer Klasse auszuschließen. Gelingt eine derart heterogene Klasse? Sind sie zum Lernen motiviert, wo der Wettstreit nicht unter Gleichen stattfindet, in einer Klasse, in der keiner sitzen bleiben soll? Das Niveau der Klasse gilt jedenfalls als überdurchschnittlich hoch. Das Konzept der Klasse hat ein weltweites Renommee, aber es hat bis heute kaum wirkliche Nachahmung oder gar Verbreitung gefunden.

Warum ist der Film entstanden? Hubertus Siegert erläutert seine Motivation: "Ich wollte beobachten, wie sich die verschiedenen Kinder in dieser ungewöhnlichen Klasse entwickeln, und herausfinden, wie man das zu einem Film zusammen fügen kann. Ich wollte also nicht das Konzept dieser Schule dokumentieren, sondern sehen, was in der Klasse passiert. Ich wollte die Kinder kennenlernen. Es ist ja nicht so, dass da eine Integrationsklasse aus behinderten und begabten Kindern besteht und gleich alles problemlos läuft, nur weil man es gut findet."
 

 

Die Originalwebsite

Portrait von Schülerin Natalie
Hier finden Sie Interessantes rund um dem Film und seine Entstehung.
 

Die Daten der Aufführung

Filmposter Klassentreffen mit Schülern und Lehrern
Sondervorführung der FU-Berlin,
Arbeitsbereich Integrationspädagogik, Bewegung und Sport
Professor Gudrun Doll-Tepper
mit Unterstützung der FDST
Sonnabend, 14. Januar 2006
10.30 Uhr
Kino Capitol in Dahlem
Thielallee 36
14195 Berlin
Eintritt
3,50 Euro