Welttourismustag2006

Chance barrierefreier Tourismus

Undine Kurth, Bündnis 90/Die Grünen, besucht Reisebüro der Fürst Donnersmarck-Stiftung


Der 27. September ist Welttourismustag. Während weltweit unter dem Motto „Tourismus bereichert“ an die ökonomischen und gesellschaftlichen Chancen erinnert wird, die sich aus der Reisewirtschaft ergeben können, ist für Undine Kurth die Klientel der Menschen mit Behinderung national aus dem Fokus geraten. Die Parlamentarische Geschäftsführerin von Bündnis 90/ Die Grünen und Sprecherin für Tourismus, Natur- und Tierschutz kritisiert den kommenden Haushaltsentwurf der Bundesregierung im Hinblick auf die angedachten Kürzungen im Bereich barrierefreier und integrativer Tourismus. Für Undine Kurth „ein völlig falsches Signal“ und ein Zeichen dafür, dass weder die wirtschaftlichen Potenziale barrierefreier Reiseangebote noch deren sozialer Nutzen in einer ständig älter werdenden Gesellschaft erkannt wurden.
 
Gerrit Stupp, Weitsprung-Reisen, Christine Busch, Reisebüro Fürst Donnersmarck-Stiftung, und Undine Kurth, Bündnis 90/Die Grünen im Eingang des Reisebüros in der Blissestra&sz
 
Sonnenblumen am Welttourismustag: Undine Kurth (rechts), Mdb Bündnis 90/Die Grünen, Christine Busch, Reisebüro Fürst Donnersmarck-Stiftung, und Gerrit Martin Stubb, Weitsprung-Reisen Berlin
 

Anlässlich des Welttourismustages besuchte Undine Kurth das Reisebüro der Fürst Donnersmarck-Stiftung, um sich vor Ort über die Praxis von Reiseanbietern für Menschen mit Behinderung zu informieren. Christine Busch, Reisebüro der FDST, und Gerrit Martin Stupp, Weitsprung-Reisen Berlin, konnten, nachdem sie ihr Gastgeschenk, eine große Sonnenblume, in Empfang genommen hatten, viel berichten über die besonderen Herausforderungen beim Reisen mit Handicap, über die Qualität bei nationalen und internationalen Angeboten sowie über barrierefreie Infrastruktur und die Akzeptanz behinderter Reisegruppen. Innerhalb der bundesweiten Tourismusbranche würden Veranstalter von barrierefreier Erholung weiterhin eher als Nischenanbieter betrachtet, deren Know-how von großen Reisekonzernen gern nachgefragt wird, erklärten die Reiseexperten. Eine vielfältige Angebotspalette habe dies bei den einschlägigen Reiseveranstaltern bisher jedoch nicht nach sich gezogen.

Ein Indiz für Undine Kurth, wie wenig das Potenzial, das in Barrierefreiem Tourismus steckt, innerhalb der Reisebranche bisher erkannt wurde, weshalb dies ein Thema sei , das explizit auch in die Zuständigkeit des Wirtschaftsministeriums gehöre. Was die sozialen Aspekte betrifft, so sei „Reisen für alle“ für ihre Fraktion Teil ihres „Demokratieverständnis'“, um die Gesetze zur Teilhabe nachhaltig mit Leben zu füllen. Gerade im Hinblick auf das „Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle 2007“ würden Bündnis 90/ Die Grünen sich dafür einsetzen, das Thema auf der politischen Tagesordnung präsent zu halten.

Für den Messauftritt auf der momentan stattfindenen RehaFair überreichte Undine Kurth noch ein "Verpflegungspaket" an Christine Busch, die in den nächsten Tagen auch die barrierefreien Angebote der Stiftung unter dem Funkturm vorstellen wird. Das barrierefreie Hotel HausRheinsberg möchte die grüne Tourismussprecherin bei Gelegenheit gern einmal persönlich besuchen, um sich auch über die Effekte ein Bild zu machen, die von einem barrierefreien Tourismusangebot wie dem Hotel am See auf die Region ausgehen können.
sb

 
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