WIR 2006/1: Ganz schön behindert

Behinderung und der Begriff der Schönheit

Wer sich mit dem Begriff der Schönheit im Zusammenhang mit Behinderung auseinandersetzt, scheint sich unmittelbar auf schwieriges Terrain zu begeben. Jugendlichkeit, körperliche Fitness, Makellosigkeit - das in der Gesellschaft vorherrschende Schönheitsideal schließt Menschen mit Behinderung auf den ersten Blick aus, wenn dieser offensichtlich darauf getrimmt ist, an der Oberfläche zu bleiben. Über die Medien wird dank computertechnisch bearbeiteter Fotos ein Aussehen zum Ideal erhoben, mit dem kein realer Mensch mehr mithalten kann, denn wer hat schon eine so perfekte Haut, die gänzlich ohne Poren auskommt, wie die Dame auf der TV-Zeitschrift?

Das Streben nach Schönheit ist so alt wie die Menschheit, und doch ist es so schwierig diesen Begriff, zu dem jeder etwas sagen kann, per Definition zu fassen. Ist Schönheit Form oder Inhalt, Aussehen oder Charakter, folgt sie objektiven Kriterien oder liegt sie im Auge des Betrachters?

Im Thema der aktuellen Ausgabe des WIR-Magazins zeigen Menschen mit Behinderung ihren Blick auf die Schönheit ihrer Welt, worin sie sich für sie zeigt oder was sie in ihrem Alltag tun, um sich schön zu fühlen. Manches zeigt sich dabei aus ihrer Perspektive unter Gesichtspunkten, bei denen anderes wichtig wird als ein perfektes Äußeres, das im Allgemeinen als der Schönheit letzter Schluss betrachtet wird.

Die WIR 1/2006 steht zum Download bereit oder kann kostenlos als Druckexemplar bestellt werden. WIR wünschen ein informatives und unterhaltendes Lesevergnügen.


 

 

WIR 1/2006

Die Frontseite der WIR-Ausgabe 01 2006 mit dem Titel Ganz schön behindert. Eine Frau beschaut ihr Spiegelbild, das den Betrachter direkt anblickt.
Kostenlos zu bestellen per Fax unter 030-769 700 30