Sport in Post-Disaster Intervention

Sport und Katasrophenmanagement

Junge aus Afrika, der mit einem Ball aus Abfall Fußball spielt
 
Der in Berlin beheimatete Weltrat für Sportwissenschaft und Leibes-/Körpererziehung (ICSSPE) und die Kennesaw State University (USA) führen vom 4.-9. November 2007 ein Seminar zum Einsatz von Sport im Katastrophenmanagement durch. Das Seminar im HausRheinsberg ist gefördert mit Mitteln des Bundesministerium des Innern und findet in Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz statt.

Die fünftägige Veranstaltung "Sport in Post-Disaster Intervention" wendet sich an (zukünftige) Experten im Katastrophenmanagement, die Möglichkeiten zum Einsatz von Sport und körperlicher Aktivität kennen lernen möchten, um Menschen mit und ohne Behinderung in der Verarbeitung traumatischer Erlebnisse zu unterstützen. Ziel der auch praktisch orientierten Tagung ist es, die Helfer zu motivieren, Sport und Bewegung in ihre Arbeit zu integrieren.

Das Seminar wird unterstützt von der Fürst Donnersmarck-Stiftung und zeigt, wie Sport und körperliche Aktivität unter Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse von Betroffenen und Helfern nach einer Katastrophe eingesetzt werden können. Diese Aktivitäten müssen modifiziert werden, weil häufig kulturelle, psychologische und körperliche Hindernisse die Menschen davon abhalten, wieder aktiv zu werden. Indem gezeigt wird, wie diese Barrieren reduziert werden, will das Seminar für den Sport als Teil von Rehabilitationsmaßnahmen werben.

Johanna Mahr, Deutsches Rotes Kreuz, spricht einleitend über "Katastrophen, Nothilfe und Wiederaufbau", Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper und Michaela Nickel berichten im weiteren Verlauf über Möglichkeiten des inklusiven Sport. Amy Farkas vom Internationalen Paralympischen Kommittee (IPC) stellt Beispiele für Sport und Bewegung in der Katastrophenhilfe vor, während Dr. Alan Kirk, Kennesaw State University, über "Psychologie als Teil der Hilfsmaßnahmen" referiert. Im praktischen Teil stehen u.a. Übungen zu "Sport ohne Ausrüstung" auf dem Programm.

"Mit der Fürst Donnersmarck-Stiftung haben wir eine Partnerschaft mit einer auf der nationalen Ebene führenden Stiftung im Bereich der Rehabilitation. Wegen ihres Engagements sowohl in der Rehabilitation als auch im Umgang mit Behinderungen, sind wir sehr glücklich die Stiftung an unserer Seite zu haben," sagt ICSSPE Geschäftsführer Detlef Dumon.

Sport kann Menschen mit und ohne Behinderungen in mentalen, emotionalen und körperlichen Bereichen stärken. Nachdem sie durch eine traumatische Erfahrung belastet sind, kann Sport die Personen durch Förderung von Motivation und Teambildung helfen, wieder Verantwortung für sich und die Gesellschaft zu übernehmen.

"Seit 1916 haben wir immer an die Wichtigkeit der Selbsthilfe und Ermächtigung zur vollen Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten geglaubt. Wir unterstützen unsere Zielgruppe auf ihrem Weg zur selbstbestimmten Teilhabe und freuen uns auf die Kooperation mit ICSSPE", so Wolfgang Schrödter, Geschäftsführer der Fürst Donnersmarck-Stiftung.
 
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