Start der Budget-Tour

Selbstbestimmt leben: Persönliches Budget

Berlin, 28. August 2007
Gemeinsam mit der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Karin Evers-Meyer informiert Martin Marquard, Beauftragter für Menschen mit Behinderung von Berlin am 3. September 2007 in einer Vormittags- und Abendveranstaltung über das Persönliche Budget.

Ab dem 1. Januar 2008 haben behinderte Menschen Anspruch auf ein Persönliches Budget. Mit dieser neuen Leistungsform wird das klassische Leistungsdreieck zwischen Leistungsträger, Leistungsempfänger und Leistungserbringer aufgelöst. Bisher fest definierte Dienst- und Sachleistungen werden durch Barleistungen an die Betroffenen ersetzt. Mit diesem Geld können behinderte Menschen sich als Käufer, Kunde oder Arbeitgeber eigenverantwortlich für individuelle Unterstützungsleistungen entscheiden.

Karin Evers-Meyer: "Menschen mit Behinderungen wissen selbst am besten, welche Unterstützungsleistungen sie benötigen und welche Art der Hilfestellung ihren Bedürfnissen am besten entspricht. Das Persönliche Budget ermöglicht es ihnen, als Experten in eigener Sache selbst zu bestimmen, welche Art der Unterstützung sie wann und von wem in Anspruch nehmen. Wir ermöglichen damit nicht nur mehr Selbstbestimmung für behinderte Menschen. Wir sorgen auch dafür, dass Leistungen effizienter und individueller erbracht werden. Und, das Geld kommt endlich ungefiltert bei denen an, für die es bestimmt ist."

In vielen anderen europäischen Ländern bestehen bereits ähnliche Regelungen für behinderte Menschen. Aus Sicht der Beauftragten ist die neue Leistungsform nun auch in Deutschland Ausdruck einer neuen Politik für behinderte Menschen. Martin Marquard: "Nicht fremdbestimmte Fürsorge, sondern ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung steht künftig im Mittelpunkt. Für mich gilt es jetzt, das Persönliche Budget bekannter zu machen und behinderten Menschen Mut zu machen, die neuen Möglichkeiten auszuprobieren."

Im Rahmen ihrer bundesweiten Informationskampagne "Selbstbestimmt leben: Das Persönliche Budget" besucht die Bundesbeauftragte am 3. September in Berlin die Auftaktveranstaltung. Potenzielle Budgetnehmer und ihre Angehörigen sowie Fachleute und Verwaltung haben die Möglichkeit, sich im Rahmen der beiden Veranstaltungen umfassend über das persönliche Budget zu informieren. Eine Pressekonferenz mit Fototermin in Anwesenheit von Bundesarbeitsminister Franz Müntefering findet um 17.30 im Kleisthaus statt.

Vormittagsveranstaltung: 11–13 Uhr
Fürst Donnersmarck-Haus
Wildkanzelweg 28
13465 Berlin
Adressaten der Vormittagsveranstaltung sind potenzielle Budgetnehmer und deren Angehörige. Neben den Ergebnissen der wissenschaftlichen Begleitstudie zum bisherigen Modellprojekt Persönliches Budget, werden zwei Budgetnehmer und ein Budgetberater über ihre bisherigen Erfahrungen mit dem PB berichten.

Abendveranstaltung: 18–20 Uhr
Kleisthaus
Mauerstraße 53
10117 Berlin-Mitte

Die Abendveranstaltung richtet sich an Vertreter von Institutionen und Verbänden. Auf einer Podiumsdiskussion werden zwei Budgetnehmer, ein Budgetberater und Vertreter von Leistungserbringern und Kostenträgern die bisherigen Erfahrungen und mögliche Korrekturen diskutiert.

Es besteht die Möglichkeit, vor und nach der Veranstaltung am Informationsstand weiterführende Informationen über das Persönliche Budget, bundes- und landesweite Beratungsstellen zu bekommen und mit kompetenten Ansprechpartnern zu reden.

Pressemitteilung der Bundesbehindertenbeauftragten und des Berliner Landesbehindertenbeauftragten
 

 

Mehr Tour-Infos

Logo der Budget-Tour -Quadrat mit Punkten und Schriftzug Persönliches Budget
Weitere Informationen, Termine und Ansprechpartner zur Tour finden Sie unter :