Jeder kann etwas - Schüler proben mit Thomas Kahlau

Gemeinsames Mundmalen in der Villa Donnersmarck

Am Freitag, dem 09.05.2008, waren 16 Vorschulkinder aus dem Kindergarten der Kirchengemeinde Schönow – Buschgraben in der Villa Donnersmarck zu Gast, um Mundmalen auszuprobieren, angeleitet durch den bekannten Mundmaler Thomas Kahlau. Thema der Vorschulstunde war "Jeder kann etwas".

Nach der Begrüßung stand das gemeinsame Kennenlernen auf dem Programm. „Wie isst du Eis und wie frühstückst Du?“ Die fünf und sechs Jahre alten Kinder stellten Thomas Kahlau Fragen zu seiner Person und seinem Leben im Rollstuhl. Danach gaben sie Auskunft über ihre Hobbys und darüber, was Ihnen Spaß macht.

Bevor die Vorschüler selbst malen konnten, demonstrierte der 47-jährige Künstler unter den neugierigen Blicken seine Mundmaltechnik, indem er eine Plastikente auf die Leinwand brachte – Seepanorama inbegriffen. Welche enorme Herausforderung das Mundmalen darstellt, erfuhren die Kinder, als sie selbst Bilder ohne Hinzunahme der Hände malen durften.

„Schule ist etwas Neues, wovor die Kinder Respekt haben. Mit dem Besuch in der Villa unter dem Thema „Jeder kann etwas“ wollen wir den Kindern die Angst vor der Schule nehmen und gleichzeitig thematisch arbeiten lernen. Die Eltern der Kinder einer anderen Gruppe, die sich auch mit Thomas Kahlau getroffen hat, berichten, dass von diesem Treffen viel zu Hause erzählt wird“, so die verantwortliche Erzieherin Sylvia Neumann.

Für Thomas Kahlau ist die Situation nichts Neues. Er ist den Umgang mit Schülern gewohnt, bespricht mit Ihnen das Bild und bindet sie gut in den Malvorgang ein. „Die Kinder nehmen ein anderes Verständnis mit nach Hause. Sie sehen jemanden, der anders ist, haben aber in diesem Alter noch keine Barrieren aufgebaut. Solche Aktionen werden sehr gut angenommen“. Die sehr direkten Fragen zu seiner Person und seiner Alltagsbewältigung beantwortet Kahlau offen, souverän und sympathisch.

Mit „Schulen in der Villa“ leisten Thomas Kahlau und alle Verantwortlichen einen Beitrag zu einem besseren Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderung. Durch die vorurteilsfreie Konfrontation mit Behinderung verstehen die Kinder besser die Vielfalt von menschlichem Dasein und lernen sich letztlich selbst besser kennen. Das sei Basisarbeit, die nicht genug gelobt werden könne.

Michael Nüske
 

 

Mehr Fotos

Kind mit Pinsel im Mund
Bilder vom Fragen und Malen
 

Pressebericht im TAGESSPIEGEL

Freihändiger Pinselschwung von Daniela Martens